Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Hanseatic in die Antarktis

2014 - 2015

Freitag 26.12.2014 - 2. Weihnachtstag

Antarctic Sound 1 - Brown Bluff

Heute ist, im Gegensatz zu gestern, ein recht ereignisloser Tag. Das Wetter ist bedeckt und regnerisch und es weht zusätzlich ein böiger Wind. Aber wir müssen ja aufstehen und wenigstens frühstücken. Wir stehen um 7 Uhr auf und während Anja noch im Bad ist, sitze ich am Schreibtisch und schreibe eine Nachricht für unseren Tischnachbarn. Der hat heute Geburtstag und wir wollen ihm bereits beim Frühstück gratulieren. Das wollen wir still und unauffällig machen, damit dieses nicht gleich das ganze Restaurant mitbekommt.
Um 8 Uhr sind wir im Restaurant und legen den Zettel auf seinen Teller auf dem Tisch. Wir haben Glück, kaum 10 Minuten später kommen die Beiden und er findet den Zettel sofort. Natürlich gibt es ein stilles Hallo und wir erklären den Zettel. Scheinbar hat auch die Schiffsleitung die Daten der Passagiere, denn Maitre d' Matthias Laue kommt bereits an den Tisch und gratuliert ebenfall diskret. Gegen 9 Uhr haben wir zu Ende gefrühstückt und Rainer holt vom Buffet vier Gläser Sekt. Damit stoßen wir noch stilvoll an und hören die Durchsage von Kapitän Gerke. Es wird heute voraussichtlich keine Ausbootungen geben. Das Wetter und der Seegang lassen Exkursionen mit den Zodiacs nicht zu.
Also wird das ein Gammeltag und diese sind zwischendurch sehr erholsam. Gegen 9.30 Uhr sind wir zurück in der Kabine und ich verfolge den Kurs unseres Schiffes hier im Antarctic Sound. Der liegt zwischen dem antarktischen Festland und Joinville Island. Nach Süden wird er mit Rosamel Island zum Weddell Meer hin abgeschlossen. Gegen 7 Uhr befand sich das Schiff noch mitten im Antarctic Sound, jetzt, 3 Stunden später, liegen wir erneut vor Rosmel Isand. Keine Ahnung, was der Kapitän vor hat.
Um 10 Uhr klopft es an der Tür und unsere Kabinenperle möchte gerne sauber machen. Das ist für uns kein Problem, denn oben in der Observation Lounge gibt es tollen Kaffee und sehr gut schmeckenden Kakao Lumumba. Nach einer Stunde sind wir zurück in der Kabine und versenden einige Emails. Wieder eine Durchsage: Der Kapitän fährt zurück nach Brown Bluff. Hier war am Morgen eine Anlandung geplant, aber der Seegang war dafür zu hoch. Kurz vor dem Mittagessen gebe ich noch einen USB-Stick mit einem schönen Pinguin-Foto an der Rezeption ab. Es soll am letzten Tag der Reise einen Fotowettbewerb geben und die Passagiere mögen bitte Fotos dafür einreichen.
Um 12.30 Uhr sind wir im Bistro Lemaire. Heute gibt es Eintöpfe. Das ist nach der Feiertagsschlemmerei eine sehr gute Idee. Wir entscheiden uns für die köstliche Linsensuppe, ein Saltim Bocca und gefüllte Ravioli. Alles natürlich in sehr kleinen Portionen. Zum Nachtisch gönnen ich mir einen Grießpudding und Anja eine rote Grütze.
Gegen 13.30 Uhr sind wir zu unserem Mittagsschläfchen wieder in der Kabine. Leider werden wir durch viele Durchsagen gestört. Es sind alles nur belanglose Absagen und Hinweise. Da wir Angst haben, etwas Wichtiges zu verpassen, hören wir dennoch hin. Wir lümmeln uns so im Bett dahin und stehen dann doch auf. Um 16.15 Uhr sind wir zum Nachmittagstee im Bistro Lemaire. Hier gibt es frisch gebackene Kekse, Kakao und Kaffee. Den Rest des Nachmittages verbringen wir hier und dort auf dem Schiff.
Um 18.30 Uhr gibt es in der Explorer Lounge ein RECAP und ein PRECAP gleich hintereinander. Da wird noch einmal vom gestrigen Tag geschwärmt und nicht viel Hoffnung für den morgigen Tag gemacht.
Gegen 19 Uhr sind wir im Marco Polo Restaurant. Glücklicherweise gibt es heute ein ganz normales Abendessen. Zwar reichlich, aber in kleinen Portionen. Wir haben in den letzten Tagen hier im Restaurant beobachtet, dass für andere Passagiere ein Geburtstagsständchen zelebriert wurde. Deshalb habe ich natürlich meine Videokamera mit und nach dem Nachtisch halte ich das Gerät sofort in Bereitschaft. Ich sitze auch heute auf dem Platz, von dem aus ich den Eingang des Restaurants beobachten kann. Und dann ist es soweit. Eine Polonaise mit unseren Tischkellnerinnen, dem Maitre d', weiteren Kellnern und dem Klarinettisten der Bordkapelle kommt Happy Birthday spielend und singend nach einer Restaurantrunde auf unseren Tisch zu. Lena hat eine Marzipantorte in der Hand und überreicht sie dem Geburtstagskind. Auch Nadine und Martina gratulieren persönlich und dann noch einmal Matthias Laue. Wir sind so satt, dass wir von der Torte nur die Hälfte zu viert verspeisen. Dazu bringt uns Lena noch einen Kaffee bzw. Espresso.
Um 20.30 Uhr, es ist noch leidlich hell über dem Antarctic Sound, bietet die Kreuzfahrtleitung Zodiacfahrten nach Brown Bluff an. Es sind eisige Temperaturen und ein heftiger Wind draußen. Nach kurzer Beratung beschließen wir vier, lieber an Bord zu bleiben und in der Observation Lounge die Flasche Champagner von Rainer zu killen. Gesagt, getan. Von hier oben können wir auch die Unentwegten beobachten. Das Wasser spritzt über die Zodiacs hinweg und sie werden sehr nass. Anlandungen sind durch hohen Schwell auch nicht möglich und wir waren gut beraten, hier im warmen Schiff zu bleiben.
Der Champagner ist alle und ich bestelle noch 4 frisch gezapfte Biere. Die sehen aber seltsam aus. Trüb und kaum gekühlt. Wir Männer nehmen einen Schluck und uns wird sofort klar: Das Bier ist um und es wird sofort reklamiert. Es muss zwar ein neues Fass angestochen werden, aber das ist uns egal. Das neue Bier schmeckt und der Abend findet einen prima Abschluss. Um 23.40 Uhr sind wir trocken und warm in der Kabine und halten Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



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Brücken-Nock

Tafeleisberg

Schillernder Eisberg

Pinguine auf Eisberg

 

 

Vor Brown Bluff

 

 

Polonaise

 

 

Geburtstagsparty

 

 

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