Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Hanseatic in die Antarktis

2014 - 2015

Dienstag 09.12.2014

Düsseldorf - Frankfurt - Buenos Aires

Wie bei allen Reisen in ferne Länder steht am Beginn eine sehr lange Anreise. Und der 14 Stunden dauernde Nonstop Flug von Frankfurt nach Buenos Aires gehört mit großer Sicherheit dazu. Deshalb haben wir bereits im Vorfeld um gute Plätze gekämpft. Das Reiseunternehmen war hier sehr bemüht und hilfreich. Wir haben mehrere Sitzplatzwechsel über uns ergehen lassen müssen, weil die Lufthansa das Fluggerät gewechselt hat. Zuerst hatten wir in einer Boeing 747-4 in der letzten Reihe die Doppelplätze gebucht. Dann wurde ein halbes Jahr vor dem Flug das Gerät auf eine 747-8i getauscht und wir hatten die Vormerkung auf die gleichen Plätze, aber in einer anderen Reihe. Hauptsache wir hatten nur die 2 Sitze in einer Reihe dieses Riesenfliegers. Eigentlich hatten wir auf die Premium Economy Class spekuliert, aber die wurde von Lufthansa erst einen – ja genau – einen Tag später auf dieser Strecke angeboten.
Nun hatten wir bei der enttäuschenden Fliegerei mit British Airways im Jahr 2013 so die Nasen gestrichen voll von 4er Reihen und den Mittelsitzen, dass wir sehr panisch auf die Vergabe von Plätzen in Flugzeugen reagieren. Und es geschieht tatsächlich noch ein Wunder: Lufthansa gibt die Premium Economy bereits mehrere Tage vor unserem Abflug frei und wir ergattern zwei tolle Plätze auf der linken Seite in Reihe 24. Aber dazu später mehr.
Ich bin bereits seit 5 Uhr auf den Beinen und nach dem Badezimmer mache ich das Frühstück. Unsere Koffer sind fertig gepackt und stehen bereit. Um 7.30 Uhr klingelt Uschi, unsere Nachbarin, und bringt uns zum Flughafen. Da wir in Düsseldorf wohnen, dauert selbst im Berufsverkehr die Fahrt zum Flughafen nicht sehr lang. Bereits um 8.10 Uhr haben wir eingecheckt, sind die Koffer los und haben die Sicherheitskontrolle durchlaufen. Wir bummeln noch kurz durch die Duty Free Läden und erreichen schon bald unser Abfluggate A 72. Es gibt hier ein kleines SB-Restaurant und eine Toilette in unmittelbarer Nähe. Allerdings sind wir so früh hier, das wir jetzt noch fast 2 Stunden auf den Abflug warten müssen.
Um 10.20 Uhr beginnt das Boarding und das dauert bei dem Hüpfer nach Frankfurt und der kleinen Maschine nicht sehr lang. Wir fliegen mit LH077 in einem Airbus A 320-200 in der Reihe 15 A und B. Nach 20 Minuten ist das Boarding completed und der Pushback beginnt. Ich hatte bei der Platzwahl die linke Seite im Flugzeug bevorzugt, weil normalerweise und bei Westwind von hier aus die Flughafengebäude beim Start gut zu filmen sind. Genau um 10.48 Uhr drückt der Pilot die Hebel auf vollen Schub und wir starten in Düsseldorf.
Durch die Änderungen in den Flugrouten ist der Flug nach Frankfurt nur noch ein Katzensprung. Früher, im Jahr 2002, sind wir fast eine Stunde nach Frankfurt geflogen. Jetzt sind wir kaum in der Luft, beginnt bereits um 11.10 Uhr der Landeanflug. Ich bin etwas überrascht als wir die Wolkendecke durchstoßen und der Flughafen von Frankfurt sehr gut auf unserer Seite zu sehen ist. Das kann nur bedeuten, dass wir auf der neuen Landebahn Nord herunter gehen werden. Da habe ich ja besonderes Glück bei der Platzwahl gehabt. Genau um 11.20 Uhr setzt der Airbus auf und rollt zum Beton. Das mögen wir nun gar nicht und es bleibt auch völlig unverständlich, warum wir uns jetzt in einem Bus zum Terminal quälen müssen. Das hat es früher nie gegeben. Da gab es immer ein Gate auf Flugsteig A nach der Landung in Frankfurt. Aber warum sollen wir uns ärgern? Wir haben noch einen schönen Nachmittag vor uns.
Immerhin brauchen wir über 20 Minuten, bis wir mit dem Shuttlebus von der Maschine und im Flugsteig A sind. Hier zücke ich das Mobiltelefon und rufe Peter an. Der hat schon auf unsere Meldung gewartet und macht sich auf den Weg. Es dauert kaum 25 Minuten und wir steigen an der Kurzparkerzone ein und fahren ins nahe gelegene Hattersheim. Hier treffen wir auch Helga und verbringen einen wunderbaren Nachmittag zusammen. Wir fahren nach Frankfurt zum Weihnachtsmarkt, der in der Innenstadt und rund um den Römer aufgebaut ist und lassen uns am Eisernen Stieg eine Bratwurst schmecken. Nach 16 Uhr sind wir wieder zurück und bei Kaffee und Kuchen wollen wir eigentlich den Film über unsere Polynesienreise von 2013 ansehen. Aber der verwendete Rohling will in Peters Panasonic Blurayplayer einfach nicht starten. Komisch, in meinem Sony zu Hause funktionierte der Film. Aber wir haben uns auch so viel zu erzählen und so vergeht die Zeit auch sprichwörtlich am Boden wie im Fluge.
Helga und Peter haben uns um 20 Uhr wieder am Flugsteig A am Frankfurter Flughafen abgesetzt und wir schauen uns jetzt erst einmal um. Wir müssen zum Gate C 16 und ich ahne gar Schreckliches. Allein der Weg zur ersten Sicherheitskontrolle dauert fast 20 Minuten und muss zu Fuß zurückgelegt werden. Danach sind es ohne Kontrolle, die jetzt um diese Uhrzeit recht zügig geht, noch einmal 20 Minuten zu Fuß und über Transportbänder. Insgesamt brauchen wir 50 Minuten von A nach C 16. Wir schaffen das mit dem Handgepäck noch locker, aber was machen ältere Passagiere in dieser Situation. Aber das Problem mit den langen Wegen in Frankfurt ist ja bekannt und der Airport deshalb auch nicht sonderlich beliebt.
Genau um 20.40 Uhr sind wir endlich da und viel ist für so einen Transatlantikflug noch nicht los. Aber es ist ja auch noch viel Zeit bis zum Boarding. Kurze Zeit später fällt uns eine Dame in einem orangen Shirt mit einem Hapag Lloyd Halstuch auf. Es ist Frau Henkel und nachdem wir sie angesprochen haben erfahren wir, dass sie unsere Reisbegleiterin bis Ushuaia sein wird. Sie gibt uns erste Tipps und hält nach weiteren Passagieren unserer Gruppe nach Buenos Aires Ausschau. Zwischendurch setzt sie sich immer wieder zu uns und versorgt uns mit wichtigen Informationen über den Flug, das Hotel und das Vorprogramm in Iguacu. Zwischendurch ertönen immer mal wieder Durchsagen vom Gate, dass es noch Plätze in der Premium Economy gibt und man auf diese gegen Aufpreis umbuchen kann. Später sehen wir, dass es aber nur noch Plätze in der mittleren Reihe sind, und die sind eigentlich  nicht attraktiv.
Genau um 21.25 Uhr wird zum Boarding aufgerufen. Es dauert noch rund 20 Minuten, bis unsere Reihe dran ist. Voller Spannung betreten wir den Flieger. Es ist eine riesige Boeing 747-8i und sie ist eine Maschine des jüngsten Bestandes der Lufthansa. Um 21.42 Uhr sitzen wir in der Premium Economy Klasse in Reihe 24 auf unseren Plätzen A und C. Toll, was wir für einen Platz hier haben. Da, wo sonst 3 Sitze in einer Reihe angebracht sind, gibt es nur 2 Plätze und der Sitz davor ist ausreichend weit entfernt. Der Tisch befindet sich in der Mittellehne und der Bildschirm an jedem Platz ist wirklich riesig groß. Das gefällt uns auf Anhieb und wir bereuen den Aufpreis nicht.
Um 22.10 Uhr, sind die Türen zu und der Pushback des Riesenvogels beginnt. Dennoch dauert es noch volle 20 Minuten, bis er die Startbahn West erreicht hat. Hier steht das Fluggerät noch einmal 7 Minuten, bis endlich um 22.37 Uhr die Triebwerke losbrüllen und es die Startbahn in südliche Richtung entlang braust.  Die Maschine muss voll beladen sein, denn es dauert ewig, bis die wenigen Lampen am Rand der Bahn, die hier im dichten Wald nichts erkennen lassen, endlich kleiner werden und unter uns verschwinden. Da wir wieder links sitzen, haben wir einen sehr schönen Blick auf das nächtlich erleuchtete Frankfurt am Main.
Wir richten uns auf unseren sehr bequemen Sitzen ein und testen erst einmal die Multimediaanlage. Die ist gar nicht so einfach zu verstehen, aber Filme auswählen und auf die Flugkarte umschalten geht recht zügig in den Kopf. Dann, nach über 30 Minuten, gibt es die Speisekarte und ein erstes Getränk. Wir nehmen beide einen Campari Orange und wählen unser Abendessen. Das gibt es um 0.15 Uhr des nächsten Tages.

nächster Tag

 

 

 

 


Klick für große Bilder:

Abflugtafel in Düsseldorf

Abfluggate A 72

Landebahn Nord Frankfurt

Abflugtafel Frankfurt

 

 

Gate C 16

 

 

Jumbo 747-8i

 

 

Viel Platz

 

 

Bildschirm

 

 

Sonnenaufgang