Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Statendam nach Hawaii

und franz. Polynesien 2013

28.10. - 02.11.2013

6 Tage auf See - Äquatorüberquerung

Über die nächsten 6 Tage gibt es wenig zu berichten. Natürlich sind noch ein paar Highlights auf den Tagesplänen wie zum Beispiel die Äquatorüberquerung nordwärts, die Äquatortaufe und ein paar lustige Spiele an Bord.
Am ersten Seetag stehen besagte lustige Spiele auf dem Programm. Man kann so genannte „Statendam Bucks“ erwerben und diese dann verspielen. Die Party findet im offenen Lido rund um die Pools statt. Es sind größtenteils dümmliche und einfache Spiele, mehr etwas für sehr kleine Kinder. Aber der Ami als solcher ist ja in der Gruppe sehr leicht zu unterhalten und hat nun mal eine andere Mentalität als ein Europäer. Wir drehen eine Runde durch das Lido und da an den einzelnen Spielstationen sehr viel los ist, gehen wir lieber wieder hinunter ins Schiff.
Um 11 Uhr holen wir unsere Reisepässe an der Rezeption ab. Es ist wunderbar leer hier und wir werden sofort bedient. Die Anderen spielen ja oben. Auch in den Shops ist nichts los. Wir kaufen eine Video-DVD über die Reise mit den einzelnen Destinationen. Diese kostet 19 US$ und ist im Vergleich zu deutschen Schiffen sehr günstig. Aber hier geht der Preis auch über die Menge. Ich erwerbe auch noch eine Kappe mit dem Logo der Statendam. Das mache ich eigentlich auf jeder Reise, sofern diese angeboten werden. Ich habe bereits eine schöne Sammlung Basecaps zusammenbekommen. Eine Schürze mit Logo für einen Griller habe ich auch noch erworben. Die nächste Grillparty kann also kommen.
Das Mittagessen nehmen wir heute im Restaurant Rotterdam ein. Oben im Lido ist ja noch die „Spielhölle“ los. Nach 12 Uhr stellen wir unsere Uhren erneut um eine halbe Stunde vor. Die Schiffleitung macht das gerne am Tag, da das für die arbeitende Besatzung einen besseren Tagesablauf ergibt. Verständlich, da die meisten nachts lange arbeiten und dann noch weniger schlafen können. Wir sind auch bald zurück in der Kabine und ich stelle ebenfalls die Uhren der technischen Geräte um. Danach ist wieder Mittagsruhe und wir vergammeln den Nachmittag in unserer schönen Balkonkabine. Anja liegt mit ihrem E-Reader auf der Liege auf dem Balkon und ich auf dem Bett und genieße die funktionierende Klimaanlage.
Heute ist wieder ein Galadinner angesagt. Wir haben keine Ahnung warum, zwängen uns aber dennoch nach den vielen guten Essen hier an Bord in die guten Roben. Vor dem Galadinner trinken wir in der Bar noch einen Mojito und gehen dann beim Gongschlag ins Rotterdam. Der Fisch muss wohl weg und es gibt wieder jede Menge Seafood. Ich bin trotzig und bestelle trotzdem ein Filet Mignon. Es gab Fisch genug in den letzten Tagen. Anja, Helga und Lilo gehen nach dem Essen in die Explorer Lounge zu Adagio, einem russischen Frauenduo, die klassische Lieder darbieten. Ich treffe mich mit Wilfried im Showroom zu Mackie’s Broadway Show. Die Show ist sehr gut und wird auch professionell dargeboten. Mitten in der Darbietung kommen plötzlich unsere Damen. Die Russinnen sind wohl sehr laut und der Raum dafür zu klein. Nun, nennen wir es mal so. Nach dieser Show ziehen wir weiter in die Ocean Bar zu unseren 3 Musikern.
Hier gibt es noch einen Cocktail und ich schaue immer auf die Uhr. Wir sind kurz vor dem Äquator und ich will dieses Ereignis unbedingt aufnehmen. Im Gang an der Rezeption hängt ein großer Bildschirm, aber hier kann ich mich unmöglich positionieren. Deshalb gehen wir um 0.00 Uhr in die Kabine und hier kann ich vor dem Fernseher und auf dem Tisch das Stativ mit der Kamera aufbauen. Es dauert aber noch über eine Stunde bis die Anzeige von 0 Grad, 0 Minuten und 1 Sekunde Süd auf 0 Grad, 0 Minuten und 2 Sekunden Nord umspringt. Geschafft. Wir sind jetzt wieder auf der Nordhalbkugel und ich kann endlich um 1.15 Uhr ins Bett. Anja schläft natürlich bereits eine Stunde.
Heute, am zweiten Seetag nach Nuku Hiva, steht die Äquatortaufe an. Auf dem Pooldeck ist es knallheiß. Eigentlich haben wir gar keine Lust und als wir sehen, dass wirklich alle 1200 Passagiere sich hier um einen guten Platz streiten, wollen wir am liebsten wieder gehen. Seitlich am Käfig für die Täuflinge ist in der zweiten Reihe noch etwas frei und da stellen wir uns hin. Die Sitzplätze sind natürlich schon alle besetzt und selbst in den 3. und 4. Reihen gibt es Ärger. Die Neuankömmlinge sehen hinten nichts und stellen sich nach vorne. Da werden sie aber von denen aus der ersten Reihe verjagt, die hier schon länger warten. Chaos pur. Auch an unserer seitlichen Position kommen so ein paar Schlaumeier, die sich einfach nach vorne drängeln, und das ohne jegliches schlechtes Gewissen. Ich will mich hier nicht näher auslassen, was ich über derartige Zeitgenossen denke.
Wir haben ja schon einige Polarkreistaufen mitgemacht, als Passagiere natürlich. Aber auf diesem Schiff werden heute nur Crewmitglieder getauft, die noch nicht den Äquator überquert haben. Wir glauben auch, dass es unmöglich ist, den 1200 Passagieren diese Zeremonie angedeihen zu lassen. Da sind wir ja übermorgen noch nicht fertig. Die Taufe beginnt mit dem Einzug der oberen Schiffsoffiziere. Nachdem sich der Kapitän, der Sicherheitsoffizier und der erste Offizier auf ihre erhöhten Plätze gesetzt haben, kommt auch schon Neptun mit seinem Hofstaat. Dazu gehören seine Tochter Thetis, einige hübsche Nixen und natürlich Astronomus, der die Täuflinge einzeln aufruft. Die Delinquenten müssen zuerst einen stinkenden Fisch und danach die Füße der Thetis küssen. Hier auf dem Schiff werden sie anschließend mit buntem Schaum eingerieben und danach in den großen Pool geworfen. Natürlich alles unter großem Hallo und Gelächter der Passagiere und Crewmitglieder.
Aber wie das immer so ist, die vorhin an einer anderen Stelle Verjagten drängeln sich jetzt bei uns nach vorne. Da wir mit diesen, nicht gerade intelligenten, Menschen keinen Streit suchen und ja bereits die Taufe gesehen haben, ziehen wir ab ins wunderbar klimatisierte Schiffsinnere. Das haben wir jetzt fast ganz für uns. Auf der vorderen Back können wir ungestört Aufnahmen machen, auf denen kein anderer Passgier zu sehen ist. Die Daten werden gleich anschließend auf Speicher gesichert und dann geht es zum Mittagessen ins Restaurant Rotterdam.
Nach der Mittagsruhe treffen wir uns mit unserem Tisch in der Ocean Bar in einer stillen Ecke. Wir haben alle unsere Kameraspeicher dabei und schauen uns die Aufnahmen unserer bisherigen Reise an. Das gibt natürlich ein großes Hallo bei manchen Bildern. Genau um 17.30 Uhr sind wir in der Sprechstunde bei Reiseleiter Andreij. Unsere Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Wir bekommen die geforderte Bescheinigung und jetzt kann British Airways in Deckung gehen. Über den weiteren Abend gibt es nur wenig zu berichten, er unterscheidet sich kaum von den Vorhergehenden. Kurz vor Mitternacht ist Bettruhe.
Auch der nächste Tag vergeht ohne erwähnens- oder gar berichtenswerte Vorkommnisse. Am vierten Seetag bekommen wir vom Reiseleiter einen Vortrag über die Abreisformalitäten und den Ablauf unserer Abreise. Und da wir in den letzten beiden Tagen die Uhren um 2 Mal eine halbe Stunde vorgestellt haben, sind wir jetzt bereits wieder auf US Pazifikküstenzeit. Wir besuchen an den folgenden Abenden noch einige Shows, darunter auch die philippinische Crewshow. Wir entdecken natürlich auch Willi, unseren Tischkellner, der aber nur eine kleine Rolle spielt. Und am vorletzten Abend machen wir mit unserer Tischrunde und unseren Kellnern noch die obligatorischen Abschiedsbilder.
Der letzte Tag auf dem Schiff ist angebrochen. Wir frühstücken heute mit unserem kompletten Tisch. Sogar Henri, der Abendkellner, schwirrt um uns herum und überschüttet uns förmlich mit Kaffee und anderen Nettigkeiten. Das letzte Trinkgeld gestern Abend war wohl für ihn zufriedenstellend. Danach sind wir erst einmal auf der Kabine und finden unsere Koffer auf dem Bett vor. Diese werden wir aber erst am Nachmittag packen. Ich überspiele zuerst die Daten und lade danach alle Akkus. Die nächsten beiden Tage wird das nicht mehr möglich sein. Nach dem Mittagessen und einem kurzen Mittagsschlaf kümmern wir uns um unsere Koffer. Natürlich macht das Anja, die ist ja unsere Expertin im Kofferpacken. Bei mir ginge nicht unsere komplette Habe in die Transportbehälter. Der letzte Akt ist dann das Kofferwiegen. Manche Airlines sind da sehr pingelig und fordern schon bei wenig Übergewicht extra Gebühren. Deshalb habe ich immer eine Handkofferwaage dabei. Nach einmaligem Umpacken haben unsere Koffer jeder unter 23 Kilogramm und jetzt ist das Ehepaar von unserem Tisch dran. Die haben einen Koffer mit 25 Kilo und  müssen diesen umpacken. In der Zwischenzeit gehe ich zu den beiden Damen unserer Runde und wiege deren Koffer. Hier gibt es nach mehrmaligem Wiegen nur bei einem Koffer 200 Gramm Übergewicht und das ist durchaus tolerabel.
Nach dem Abendessen im Restaurant findet die Abschiedsparade der Restaurantcrew mit Kreuzfahrtdirektorin Linda an der Spitze statt. Die Karawane zieht mit Musik und Wunderkerzen durchs Restaurant und es ist nach so langer Zeit auf dem Schiff schon ein wenig Wehmut zu spüren. Es war eben eine tolle Reise mit tollen Zielen und uns hat es sehr gut gefallen. Nach der Vaieteeshow gibt es in der Ocean Bar noch einen letzten Cocktail und um 23 Uhr ist Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:

Südhalbkugel

Nordhalbkugel

Spiele auf dem Lidodeck

Überfülltes Pooldeck

 

 

Neptun und Thetis

 

 

Eingeseift

 

 

Kurz vor der Reinigung

 

 

Gefangene Crewmitglieder

 

 

Galadinner mit Kellnern

 

 

Phillipinische Crewshow

 

 

Die Künstler der Show

 

 

Foto mit dem White Monkey