Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Statendam nach Hawaii

und franz. Polynesien 2013

27.10.2013

Franz. Polynesien - Nuku Hiva - Taiohae

Heute steht die letzte Destination unserer schönen Reise auf dem Tagesprogramm. Weit ab von den anderen Inseln französisch Polynesiens liegt mitten im Pazifik Nuku Hiva. Dieser Restvulkan zählt geographisch zu den Marquesas-Inseln und politisch zu französisch Polynesien. Mit einer Fläche von ca. 340 km² und 2.600 Einwohnern ist sie die größte und bevölkerungsreichste Insel der Marquesas. Die größte Ansiedlung und damit das Verwaltungszentrum ist die Siedlung Taiohae am Fuß des 864 Meter hohen Mont Muake. Die große Bucht vor dem Ort bildet einen von zwei kleinen Inseln geschützten Hafen, der gerne von Weltumseglern als Zwischenstation genutzt wird. Vor dieser Bucht legen sich auch gern die Kreuzfahrtschiffe auf Reede.
Und so auch unsere Statendam. Der Bug des Schiffes zeigt bereits um 6 Uhr auf die nahe Insel und es lässt bald den Anker fallen. Das Schiff wird bis zum frühen Nachmittag hier liegen bleiben und wir haben heute keinen Ausflug geplant. Wir werden uns später eine Tenderkarte besorgen und mal auf ein Stündchen „rübermachen“.
Da ich nach den ersten Aufnahmen schon mal wach bin, nutze ich die Zeit und überspiele die Daten der letzten 2 Seetage auf den Computer. Kurz nach 8 Uhr sind wir in der Kabine fertig und gehen zum Frühstück. Da wir noch ein Ehepaar unserer Reisegruppe an unserem Tisch treffen, wird es durch die netten Gespräche ein längeres Frühstück. Um 9.30 Uhr sind wir zurück in der Kabine und bereiten uns für den Landgang vor. Dazu gehört natürlich das Eincremen mit Sonnenschutz und zwar mit hohem Lichtschutzfaktor, denn wir sind ganz nahe am Äquator und draußen ist es jetzt bereits gnadenlos heiß. Anschließend gehen wir mit unseren Kameras bepackt in die Ocean Bar, hier werden die Tenderkarten verteilt. Danach sind wir unten auf Deck 6, denn hier kann man besser und ungestörter auf den Aufruf zum Tendern warten. Um 10.10 Uhr wird unsere Tenderbootnummer aufgerufen und kurz danach sitzen wir in dem kleinen Rettungsboot und fahren hinüber zur Insel Nuku Hiva.
Die Überfahrt dauert nur 10 Minuten und dann sind wir auf den Marquesas. An der Anlegestelle ist mächtig was los. Es ist zwar Platz für das Boot, aber an Land ist nicht viel Platz für die Passagiere, die zurückwollen und die Neuankömmlinge. So stauen sich die Menschen an der Pier und es gibt ein nur sehr mühsames Durchkommen für uns. Zuerst möchten wir natürlich ein Bild von uns am Hinweisschild des Schiffes machen. Das wollen natürlich die anderen Passagiere ebenfalls und es gibt wieder Stau. Einige ältere Menschen achten nicht auf die Fotografen und rennen durchs Bild. Da kommen dann schon mal ungute Gedanken in einem auf.
Aber auch das schaffen wir und stehen jetzt vor einer Tanzgruppe mit 10 polynesischen Männern. Die führen alle paar Minuten einen traditionellen Tanz mit Gesang auf und werden von 6 Trommlern dabei unterstützt. Diese tolle Aufführung haben wir bei unserer Ankunft verpasst. Da das nächste Tenderboot bereits die Pier anläuft, haben wir jetzt die besten Plätze. Kaum ist das Boot vertäut, legen die Männer mit ihrer traditionellen Darbietung los und die Videokamera schnurrt, was das Zeug hergibt.
Danach schlendern wir bei unglaublicher Hitze noch zu einem Aussichtspunkt direkt an der Bucht. Hier fotografieren wir noch ein letztes Mal unser Schiff auf Reede liegend. Da die Sonne günstig steht, werden dies auch besonders schöne Aufnahmen. Wir gehen zurück und kurz bevor die Tanzgruppe noch einmal spielt, schalte ich meine Videokamera ein und halte sie in Richtung der Männer. Ich will kein Bild aufnehmen, sonder nur die Musik. Die kann ich dann später mit den Aufnahmen beim Schnitt synchronisieren.
Kurz hinter der Gruppe der Tänzer ist ein kleiner Markt aufgebaut. Hier wird, wie auf Tahiti, allerlei Kunsthandwerk zum Kauf angeboten. Da wir auf das Gewicht unserer Koffer achten müssen, wollen wir eigentlich nichts erwerben. Aber an einem Stand sticht mir eine handgeschnitzte polynesische Figur in die Augen. Die sieht wirklich nach echter Handarbeit aus und ich frage nach dem Preis. Stolze 40 US$ will die gute Frau dafür haben. Das ist mir eigentlich zu viel, obwohl mir die Figur gut gefällt  Ich versuche mit ihr zu handeln und nach 10 Minuten hin- und her will sie den Schnitzer fragen, ob er 10 Dollar nachlässt. Sie ist jetzt 5 Minuten weg und wir einigen uns auf 35 US$ für die schöne Figur.
Jetzt meldet sich unser Kaffee vom Frühstück und glücklicherweise gibt es hinter dem Markt an der Kirche ein öffentliches WC. Danach werfen wir auch noch einen Blick in das Innere des Gotteshauses. Die moderne Kirche Notre Dame, Sitz eines katholischen Bischofs, ist aus verschiedenfarbigen Steinen von sechs Marquesas-Inseln erbaut worden. Die Skulpturen im Kircheninnern zeigen den hohen Stand der Schnitzkunst auf den Marquesas. Jetzt bin ich froh, mir die kleine Figur gekauft zu haben.
Am Rand des Dorfes wurden von heimischen Künstlern traditionelle Hütten und Zeremonialplattformen mit liebevoll gestalteten Tikis aufgestellt. Einige der aus Stein geformten Figuren sind künstlerisch auf hohem Niveau gestaltet. An einer der Plattformen sehen wir die Mädchen von unserem hawaiianischen Künstler der Statendam, Henry Allen. Sie sitzen im Kreis mit Einheimischen neben einem großen doppelten Tiki und singen und spielen ein polynesisches Lied. Auch jetzt muss ich die Kamera komplett mitlaufen lassen denn das gibt für den späteren Film eine tolle und authentische Hintergrundmusik.
Mittlerweile ist es 11.15 Uhr und wir sind in der Nähe des Strandes. Hier gibt es ebenfalls in der Mitte eines Steinsockels eine große Tiki mit Sitzplätzen rundherum. Für uns der ideale Platz, uns ein wenig auszuruhen. Nach und nach versammelt sich hier die Trommel- und Tanztruppe vom Hafen und viele Frauen der Männer kommen hinzu. Einige haben auch ihren Nachwuchs dabei und nach wenigen Minuten sind wir mitten in einem Familientreffen der Polynesier. Wir machen ganz dezent und unauffällig ein paar Aufnahmen von ihnen. Aber dann wird es auch wieder Zeit für uns. Gern wären wir noch ein paar Stunden oder gar Tage hier auf dieser schönen Insel geblieben. Das ging uns allerdings auf den meisten der von uns besuchten Inseln so. Leider müssen wir zurück aufs Schiff und dann nach Hause.
Wir erwischen um 12 Uhr ein Tenderboot und gehen über die Kabine direkt zum Lido. Es gibt für mich einen Burgunderbraten und für Anja Nudeln mit Bologneser Soße. Die Sonne steht sehr günstig zur Insel und wir holen unsere Kameras aus der Kabine. Ganz oben auf Deck 12 haben wir noch einen sehr schönen Blick auf Nuku Hiva und die traumhaft schöne Bucht von Taiohae. Anschließend gehen wir in die Kabine zur obligatorischen Mittagsruhe, aber im Fernseher sehe ich die vordere Back und das sich dort Personen bewegen. Also schnappen wir wieder nach den Kameras und sind ganz schnell die drei Decks runter, ganz nach vorne und dann ein Deck hoch auf die Back. Es ist wirklich ganz ruhig hier. Ein Matrose holt den schwarzen Ankerball ein und das bedeutet, dass der Anker hochgezogen ist und sich die Statendam auf dem Weg nach San Diego befindet.
Ganz langsam nimmt das Schiff Fahrt auf und gleitet an den schroffen Felsen des ehemaligen Vulkans vorbei hinaus auf das offene Meer. Noch ein letztes Mal blicken wir auf die wildromantischen Felsen und Gesteinsformationen einer Südseeinsel und dann wird auch dieses Eiland hinter uns schnell kleiner. Jetzt liegen noch sechs lange und hoffentlich erholsame Seetage vor uns. Höhepunkt wird die Äquatorüberquerung und die dazugehörige Taufe sein.
Nach der verdienten Mittagsruhe gehen wir auf unserem Deck 9 noch nach hinten auf das Außendeck. Von hier nehmen wir noch einen sehr schönen Sonnenuntergang über dem Pazifik auf. Ja, bei diesem Anblick kommen wir jedes Mal ins Träumen und Schwärmen.
Gegen 18 Uhr überspiele ich die Kameradaten, die heute wieder reichlich angefallen sind. Danach wird geduscht und wir ziehen uns für das Abendessen um. Auf Deck 6 bei der Reiseleitung gibt es auch nichts Neues, wir sind ja jetzt auf der Rückreise und es gibt keine Landausflüge mehr. Also sind wir noch in der Bar auf einen Cocktail und lauschen der Gitarrenspielerin. Das Abendessen kommt heute aus dem Meer. Es gibt Linguine mit Jakobsmuscheln, Meeresfrüchtetartar, Venusmuscheln und indonesisches Poke. Ich entscheide mich dann doch lieber für das Kalbsmedaillon mit Risotto. Übrigens: Die Venusmuscheln haben wir nur kurz probiert und auf dem Teller gelassen.
Um 21.30 Uhr sind wir vor dem Showroom. Der ist geschlossen. Es findet eine Veranstaltung nur für Clubmitglieder und Vielfahrer statt. Also gehen wir hinauf ins Crows Nest und nehmen an der Happy Hour teil. Anja nimmt ihren Campari Orange und ich versuche heute den Coconut Rum Cocktail. Da wir am Nachmittag lange geschlafen haben, sind wir jetzt noch nicht richtig müde und ziehen weiter in die Ocean Bar auf ein Ginger Ale. Die Dreimannband spielt noch und wir bleiben bis zum Ende. Hier ist gegen 0.00 Uhr meist Schluss und dann ist auch für uns Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



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Begrüßung

Tanzgruppe

Polynesische Tänzer

 

 

Statendam vor Nuku Hiva

 

 

Geschnitzte Holzfigur

 

 

Zentralplatz mit Tiki

 

 

Musikgruppe

 

 

Tiki am Strand

 

 

Trommlergruppe

 

 

Polynesischer Junge

 

 

Sonnenuntergang