Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Statendam nach Hawaii

und franz. Polynesien 2013

23.10.2013

Franz. Polynesien - Tahiti - Papeete

Kurz vor 6 Uhr bin ich bereits aus dem Badezimmer gekommen und kann jetzt vom Balkon aus sehr gut das Einlaufen und das Anlegen der Statendam beobachten. Langsam gleitet das Schiff an den Häusern am Ufer der Hauptstadt von Französisch Polynesien vorbei. Wir sind in Papeete auf der Trauminsel Tahiti angekommen.
Zunächst verläuft der Morgen so wie viele dieser Tagesanfänge mit Landausflug vorher. Frühstück im Lido, die deutsche Zeitung an der Rezeption geholt und dann Fertigmachen zum Landgang. Um 7.40 Uhr versammelt sich die deutsche Gruppe am Tisch von Reiseleiter Andreij und alle marschieren los. Wir verlassen das Schiff über die Gangway und stehen am Pier von Papeete. Und hier bricht erneut ein kleines Chaos aus. Wieder gibt es Ärger mit dem Bus. Der Bereitstehende ist viel zu klein für die deutsche Gruppe und es muss ein größerer Bus geordert werden. Und das dauert jetzt.
Glücklicherweise kommt nach nur 15 Minuten der heiß ersehnte, größere Bus. Ursula, eine gebürtige Deutsche, ist unser Tourguide für diese Rundfahrt und drängt zum Einsteigen. Bevor es aber losgeht, bekommen wir von der ehemaligen Lehrerin noch einen Grundkurs in polynesischer Sprache. Und zwar erklärt uns die durchaus sympathische Dame, wie man die Ortsnamen der Inseln und Orte hier ausspricht. Und zwar werden die doppelten Vokale auch doppelt ausgesprochen. Und zwar so: Pape ete, Mo ore a und ganz toll: Ara a o o a ho Blowhole. Darauf verwendet sie fast 10 Minuten und es scheint ihr wichtig zu sein.
Dann geht es endlich los. Wir fahren durch die morgendliche Rushhour von Pape ete bis zum Hauptflughafen Fa a a Puna a u i a. So, jetzt reicht es und jeder kann die polynesischen Worte aussprechen. Nach einer knappen Stunde hält der Bus an einem Strand mit schwarzem Lavasand. Hier dürfen wir aussteigen und uns umsehen. Wir beobachten ein paar Windsurfer und angeschwemmte Kokosnüsse. Sonst ist hier um 9.15 Uhr noch nicht viel los. Wir fotografieren noch einen alten Hippiebus,der etwas abseits herumsteht, und steigen dann wieder in unseren modernen Reisebus.
20 Minuten später steuert unser Bus auf den Parkplatz des Vaipahi Water Garden zu und schräg hinter mir springt ein alter Mann mit Prostataproblemen auf. In seiner dringenden Not nach vorne zum Ausstieg zu kommen, trampelt er mir auf den Fuß. Ohne sich zu entschuldigen stürzt er weiter nach vorne und fällt sogar fast hin, als der Bus bremst. Das wiederum erzürnt unsere deutsche Reiseleiterin, die natürlich um die Sicherheit der Buspassagiere besorgt ist. Aber der alte Mann hat sein überzähliges Wasser bis an die Augen stehen und kann die Ankunft am Parkplatz kaum noch erwarten. Dummerweise muss der Fahrer mit dem Bus auch noch rangieren und das dauert auch wieder.
Endlich steht der Bus und die Gruppe kann aussteigen. Der alte Mann rennt ziellos davon, nur nicht in Richtung Toiletten. Ich habe die Situation besser erkannt und bin auch als erster an dem Häuschen mit dem Örtchen und das noch weit vor dem alten Mann, der jetzt etwas gebückt daherkommt und noch warten muss, da alle Plätze bereits belegt sind. Hätte er sich entschuldigt, hätte ich ihn vorgelassen.
Nach diesem dringenden Geschäft gehen wir durch den Garten. Dieser macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt hier zahlreiche kleine Wasserfälle und idyllisch angelegte Teiche. Überall dazwischen wachsen und blühen tropische Blumen und Pflanzen. Einfach nur traumhaftes Südseefeeling. Aber leider drängt die Zeit. Die Bustour verläuft einmal komplett um die Insel Tahiti herum und wir müssen weiter. Gegen 10.10 Uhr halten wir im Ort Papeari. Hier gibt es ein Restaurant im Stil von Paul Gauguin. Das zugehörige Museum ist gut versteckt, wir haben es nicht gefunden. Aber den frischen Mangosaft, der kostenlos angeboten wird, entdecken wir und der tut uns jetzt auch sehr gut. Es wird nämlich langsam warm. Wir schlendern noch ein wenig durch das Lokal und bestaunen die liebevoll eingedeckten Tische.
Nach 20 Minuten Aufenthalt treibt uns die Reiseleiterin weiter. Diesmal dauert die Fahrt ganze 40 Minuten und führt einige Kilometer ins Landesinnere hinein. Hier gibt es die Tres Cascades of Fa’auruma’i, also drei Wasserfälle. Und diese sind nicht vom Busparkplatz aus zu sehen. Wir müssen 10 Minuten durch den tahitianischen Urwald laufen, um diese Fälle zu erreichen. In drei Kaskaden stürzen sich hier kleinere Wassermassen an die 120 Meter in die Tiefe. Wir machen mit Helga zusammen schnell ein paar Fotos von uns und rennen dann zurück. Der Bus wartet nicht, die Zeit für die Besichtigung ist auch hier sehr knapp bemessen.
Zurück auf der Küstenstraße fährt der Bus bis zum Araaoaho Blasloch. Eine Laune der Natur hat hier ein Loch im Vulkangestein ausgespült. Wenn eine Welle in das Loch schlägt, wird die Luft zusammengepresst und nach oben hinausgestoßen. Und zwar mit so einer Kraft, dass locker sitzende Kleidungsstücke wie Röcke nach oben gepustet werden. Marilyn Monroe lässt grüßen.
Nachdem sich einige Mitreisende am Blasloch belustigt haben, dürfen wir weiterfahren. Den letzten Höhepunkt dieser Inselrundfahrt sehen wir leider nicht. Es währe ein Leuchtturm gewesen, der Pointe Venus. An dieser Stelle, damals natürlich noch ohne den Turm, sollte Captain James Cook im Jahr 1769 auf einer seiner Forschungsreisen den Venustransit beobachten und dokumentieren. Leider war damals das Wetter nicht sehr günstig.
Gegen 12.25 Uhr sind wir an der Stadtgrenze von Papeete und nur 15 Minuten später wieder am Pier vor unserem Schiff. Wir verlassen den Bus und gehen erst einmal über die stark befahrene Küstenstraße in ein kleines Einkaufszentrum. Essen wollen wir nichts, das Schiff ist ja in Reichweite, aber mal nach ein paar Souvenirs stöbern wäre nicht verkehrt. Leider ist jetzt zur Mittagszeit viel los und es gibt auch nur den üblichen Touristentinnef. So sind wir nach 20 Minuten wieder aus dem Zentrum heraus und gehen zurück in Richtung Schiff. Von der rechten Seite ertönt polynesische Musik und da wenden wir uns jetzt hin.
Hinter einer niedrigen Bebauung entdecken wir einen kleinen Marktplatz. Hier gibt es einige Souvenirstände, eine musizierende Kapelle und eine Touristeninformation. Zuerst wandern wir an den Ständen der Händler vorbei und sind angenehm überrascht. Hier wird sehr viel Handarbeit und polynesische Kunst feilgeboten. Bereits am dritten Stand entdecken wir eine geschnitzte, traditionelle polynesische Holzfigur mit einer Höhe von ca. 17 Zentimetern. Diese ist durchaus transportabel, was Gewicht und Größe angeht und mit 15 US$ auch erschwinglich. Also kaufen wir die Figur, denn wir bringen aus jedem Überseeurlaub eine Figur als Erinnerung mit. Sie darf eben nur nicht zu groß und zu schwer sein.
Neben der Touristeninformation spielt wie gestern in Uturoa eine polynesische Kapelle. Ich stelle mich auf und lasse die Kamera laufen. Auch wenn ab und zu ein anderer Tourist durchs Bild läuft, macht das gar nichts. Ich lasse im Film später die Musik getrennt vom Ton laufen und schneide schöne Videoaufnahmen unabhängig zur Musik zusammen.
Es ist bereits 13.25 Uhr und wir verspüren langsam etwas Hunger. Das Schiff liegt nur 300 Meter vom Markt entfernt und wir sind knapp 10 Minuten später in unserer Kabine. Nachdem wir uns frisch gemacht und umgezogen haben, sind wir gleich oben im Lido. Da ich ein zähes Steak erwischt habe hole ich mir noch einen Fisch im Bratteig und freue mich dann auf eine Mittagsruhe. Da wir uns heute nicht viel bewegt haben, stehen wir nach kurzer Zeit wieder auf. Ich überspiele meine heutigen Kameradaten und Anja geht hinaus auf den Balkon und auf ihre Liege.
Um 18 Uhr schauen wir auf Deck 6 mal wieder am Chart der Reiseleitung vorbei und setzen uns danach in die Mix Bar neben dem Casino. Wir bestellen jeder einen Classic Cuban Mojito, der hier an der Bar ausgezeichnet schmeckt. Danach müssen wir heute ins Lido an das Selbstbedienungsbuffet. Uns ist aber nicht nach viel Gebratenem und Gesottenem und so begnügen wir uns mit einem Obstsalat und gekühltem Iced Tea.
Der heutige Abend verläuft etwas anders als die Vorhergehenden. Bereits um 21.30 Uhr ist die Tahiti Ora Show im Showroom angekündigt und wir wollen sehr gute Plätze für unseren Tisch haben. Es gibt auch nur eine Show heute Abend und die wollen natürlich alle Passagiere sehen. Aber für 1200 Menschen ist kein Platz im Showroom. Wir sind bereits direkt nach der Öffnung vor Ort und ergattern 6 sehr schöne Plätze für unseren Dinnertisch. Nach und nach trudeln unsere Mitreisenden auch ein und wir bestellen ein Ginger Ale.
Genau um 21.30 Uhr beginnt die 40 Minuten lange Show der polynesischen Musik- und Tanzgruppe. 8 Tänzerinnen und 8 Tänzer in wechselnden Kostümen zeigen eine tolle Performance zu den Trommeln der 6 Musiker. Das ist ganz große Kunst und Show, die die Reederei hier ihren Passagieren bietet und sicher auch der Höhepunkt dieser Reise durch die Südsee. Aber leider geht auch diese Vorführung einmal zu Ende. Die Gruppe muss schnell das Schiff verlassen, denn sie hat in einem Hotel noch einen weiteren Auftritt. Wir erfahren, dass man für so eine Show an die 80 US$ bezahlen muss.
Gegen 22.20 Uhr sind wir auf Deck 6 am Chart von Andreij. Hier stehen jetzt die Informationen für die Ausflüge morgen auf Moorea. Wie haben wir das heute gelernt? Mo o re a. Richtig.
Fünf Minuten später sind wir noch in der Ocean Piano Bar und trinken einen Cocktail. Mir schmeckt der Mojito sehr gut und Anja nimmt eine Margarita. Nach einer Stunde reicht es uns und wir gehen zurück in die Kabine. Ich sehe mir die Aufnahmen der Tahiti Ora Show an. Die sind toll geworden und werden auch sofort überspielt und gesichert. Kurz vor Mitternacht ist heute Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:

MS Statendam in Tahiti

Lavastrand

Der Vaipahi Garten

Tropische Blüte

 

 

Tropische Blume

 

 

Drei Kaskaden Wasserfall

 

 

Papeete auf Tahiti

 

 

Aststütze

 

 

Marktplatz

 

 

Kapelle mit Sängerin

 

 

Tahiti Ora 1

 

 

Tahiti Ora 2

 

 

Tahiti Ora 3