Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Statendam nach Hawaii

und franz. Polynesien 2013

20.10.2013

Franz. Polynesien - Bora Bora - Vaitape Tag 1

Ganz streng genommen ist heute erneut ein Seetag. Aber die Ankunft der MS Statendam vor Bora Bora der MS Statendam ist für 16 Uhr angekündigt worden und da wir auch an Land gehen dürfen, nehmen wir diesen Tag auch als Ausflugstag.
Schon weit vor 6 Uhr gibt es Lautsprecherdurchsagen im gesamten Schiff. Ein Crewmitglied ist in der letzten Nacht schwer verunglückt und es muss ein Rettungshubschrauber angefordert werden. Der kann natürlich nicht an Deck landen, der Verletzte muss mit einer Rettungswinde in den Helikopter gezogen werden. Zu allem Unglück kommt auch noch schlechtes Wetter hinzu. Es stürmt und regnet auf unserer Schiffsposition. Natürlich ist auch das Lido für das Frühstück gesperrt, da der Verletzte vom hinteren Pooldeck aus gerettet werden muss und dort auch die Wasserleitungen für den Notfall eines Absturzes und eventuellen Brandes gelegt werden müssen. Wir sollen unsere Kabine nicht verlassen, da die Rettungsmannschaften keine Gaffer gebrauchen können. Und ganz ehrlich, es regnet in Strömen und wir hätten auch keine Lust aufs Gaffen.
Um 8 Uhr dürfen wir ins Lido-Restaurant und wir können noch sehen, wie die letzten Feuerwehrschläuche zusammengerollt werden. Es ist entsprechend voll, aber wir bekommen zufällig noch einen schönen Platz. Heri, unser Tischkellner im Rotterdam wartet schon auf uns und er hat ein neues Zauberstück. Irgendwie mag er unseren Tisch und beglückt alle seine Abendgäste mit seinen Tricks.
Den weiteren Vormittag vertreiben wir uns im Schiff. Da gibt es Vorträge über Vanille und über die Perlenzucht. Da wir in den nächsten Tagen Gelegenheiten zum Kauf dieser Waren haben werden, sind wir an diesen Informationen auch sehr stark interessiert. Nach dem Mittagessen sind wir bei der Reiseleitung und können hier unseren Ausflugsvoucher gegen die Ausflugskarte eintauschen. Mit der Nummer 1 sind wir in der ersten Gruppe und sehr zufrieden. Danach halten wir eine kurze Mittagsruhe.
Gegen 16 Uhr sind wir auf dem Oberdeck und beobachten bei besseren Wetterbedingungen das Einlaufen des Schiffes vor die Insel Bora Bora. Die Ankerposition liegt zwischen der Hauptinsel und einer vorgelagerten Motu, der Passe Teavanui-Lagune. Hier müssen die Kreuzfahrtschiffe auf Reede gehen, weil die Hafeneinfahrt zu flach ist und nur Tenderboote anlanden können. Sehr gut können wir bereits vom Schiff aus den Mount Otemanu erkennen. In vielen Filmen und Dokumentationen ist dieser Berg des Restvulkanes zu sehen und ein sehr markantes Wahrzeichen der Insel Bora Bora.
Kaum ist der Anker heruntergerasselt sind wir auf Deck 8 in der Ocean Bar und holen uns hier eine Tenderbootkarte von der amerikanischen Crew. Die müssen wir uns diesmal selbst besorgen, da wir individuell an Land gehen. Wir bekommen eine Karte für Boot 15 und unser Tendern kann noch etwa eine Stunde dauern. Wir treiben uns noch auf den Decks herum, denn die Shops und das Spielkasino sind in Häfen und auf Reede geschlossen. Aber dann ist es endlich so weit. Um 17.20 Uhr erfolgt der Aufruf für Boot Nummer 15 und wir lassen uns an Land fahren.
Diesmal dauert das Tendern etwas länger als sonst üblich und wir sind erst um 17.55 Uhr an Land. In Vaitape, dem Hauptort der Insel Bora Bora, betreten wir zum ersten Mal den Boden von französisch Polynesien. Leider ist heute Sonntag und da machen die Südseebewohner keine Ausnahme, auch wenn ein Kreuzfahrtschiff da ist. Die Geschäfte bleiben zu. Vielleicht liegt es aber auch an europäischen Gesetzen, denn der Inselstaat gehört zu Frankreich und deshalb gelten diese Gesetze auch hier. Nur ein einziger hochpreisiger Perlenladen hat geöffnet und der ist knallvoll mit Amerikanern, die ihre Dollarscheine in die Höhe recken.
Mittlerweile ist es bereits 18.20 Uhr und die Dämmerung hat schlagartig eingesetzt. Hier in der Nähe des Äquators dauert die Dämmerung nur knapp 30 Minuten und dann wird es dunkel. Wir nutzen das aus und versuchen noch ein paar schöne Aufnahmen zu bekommen. Eine mit Palmblättern bedeckte Hütte auf einem Anlegesteg mit der Statendam im Hintergrund, die voll beleuchtet in der Lagune dümpelt. Nun ja, wir haben uns jedenfalls sehr viel Mühe für diese Aufnahmen gegeben. Die Dunkelheit und die geschlossenen Geschäfte treiben uns zum Schiff zurück und wir freuen uns auf den nächsten Tag und unseren Ausflug mit einem Boot rund um die Insel.
Zurück auf dem Schiff gehen wir zunächst nach oben auf Deck 11. Hier wird eine Grillparty angeboten, aber nach dem leicht zähen Fleisch, das es in Honolulu gab, verzichten wir lieber und gehen ins Restaurant. Unsere Tischnachbarn hatten alle denselben Gedanken und wir speisen vollzählig zu Abend. Es gibt griechische Meatballs, eine sehr gute Hummersuppe, Surf and Turf mit Kartoffelpüree und eine ganz tolle Mousse au Chocolat. Das ist allemal besser als der Grillteller oben auf Deck 11.
Nach dem Dinner erfahren wir unten auf Deck 6 bei der Reiseleitung, dass morgen früh um 9.15 Uhr der Treffpunkt im Wajang Theater ist. Bereits um 21.30 Uhr sind wir im Showroom und schlürfen einen Cocktail. Heute ist die Philippinische Crewshow, die Aufführung verzögert sich aber etwas. Die Mitarbeiter müssen erst ihren Dienst an ihren Arbeitsplätzen beenden und dürfen dann die Gäste unterhalten. Typisch für diese Art von Shows ist es, dass sie von Laien vorgeführt werden. Das merkt man schon, wenn man vorher von Vollprofis Abend für Abend verwöhnt wird. Dennoch haben wir tolle Kostüme und ansprechende Darbietungen gesehen.
Gegen 23.15 Uhr sind wir in unserer Kabine und ich überspiele noch meine Kameradaten. Anja ist glücklich mit ihrem E-Reader und hat immer etwas zu lesen dabei. Aber um 23.45 Uhr ist Bettruhe. Den morgigen Tag und den Ausflug können wir kaum noch erwarten.

nächster Tag

 

 

 

 



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Vor Bora Bora

Tenderboot

An Land auf Bora Bora

Begrüßungstafel

 

 

Perlenladen

 

 

Sonnenuntergang

 

 

Statendam auf Reede