Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Polarlicht und Sterne 2013

Mittwoch 13. März 2013

Ankunft in Trondheim - Flughafen - Kopenhagen - Düsseldorf


Um 6.30 Uhr legt die Midnatsol in Trondheim an und wir stehen auf. Die Koffer sind zwar schon weg, aber die Badutensilien haben wir im Handgepäck. Ich gehe wie immer zuerst ins Bad und nach mir folgt dann Anja. Während sie noch im Bad ist, habe ich mich bereits angezogen und bin fertig. Zum zigsten Mal habe ich die Kabine bereits kontrolliert, ob wir noch irgend etwas vergessen haben, finde aber nichts. Gegen 7.45 Uhr sind wir Beide fertig zur Abreise. Wir müssen jetzt die Kabine endgültig verlassen. Sie wird wohl für neue Gäste hergerichtet. Deshalb verlassen wir 5 Minuten später mit den Fotoausrüstungen und dem Handgepäck diese sehr schöne und geräumige Suite. Es hat uns darin sehr gut gefallen und wir überlegen bereits auf dem Weg ins Restaurant, ob wir diese Reise in dieser Kabine nicht noch einmal im Sommer machen werden - bei Mitternachtssonne.
Im Restaurant warten Alexandra und Holger auf uns. Sie haben für uns zwei Plätze frei gehalten und darüber sind wir sehr froh. Das Restaurant ist jetzt voll, weil alle Passagiere der Reisegruppen heute von Bord müssen. Wir frühstücken ausgiebig und reichhaltig. Dies ist unsere letzte Mahlzeit an Bord und ob und was es unterwegs auf den Flughäfen gibt, wissen wir jetzt noch nicht. Geplant ist die Rückkehr erst für 21.30 Uhr und bis dahin müssen wir aushalten können. Nach dem Frühstück bleiben wir noch bis 9.30 Uhr sitzen. Dann verlassen wir langsam das Restaurant und gehen ein Deck tiefer zur Rezeption. Das Auschecken ist schnell erledigt, wir haben die Cruisecard ja gestern Abend bereits bezahlt.
Um 9.45 Uhr haben wir die Midnatsol verlassen und gehen zu unseren Koffern, zu den mit den grünen Anhängern. Der zweite Bus hat unsere Kennzeichnung und ich muss die Koffer noch ca. 100 Meter dorthin zerren und tragen. Das ist mir sehr peinlich, könnten die Leute doch denken, ich könnte mir keinen Koffer mit Rollen leisten. Egal, der kaputte Koffer verschwindet im Bus und Anja hat bereits zwei schöne Plätze hinter Alexandra und Holger organisiert. Schon um 10.05 Uhr ist der Bus voll und fährt ab. Da noch viel Zeit bis zum Abflug ist, bekommen wir noch eine kostenlose Stadtrundfahrt in Trondheim von Hurtigruten spendiert. Diese dauert ca. 30 Minuten und wir sehen noch einmal die Highlights von dieser Stadt. Danach geht es in 25 Minuten immer bergauf zum Flughafen.
Genau um 11 Uhr sind wir am Terminal und Anja geht hinter Ursula, der deutschen Reiseleiterin, her zum Ticketschalter. Ich warte in der Zwischenzeit am Bus auf die Koffer und komme dann in die Halle nach. Durch diesen Trick hatten wir fast als Erste unsere Tickets und da ich mich mit den Koffern gleich zu Anja gesellen konnte, sind diese auch mit als Erste weg. Bereits um 11.15 Uhr ist alles erledigt und jetzt müssen wir nur noch durch die Sicherheitskontrolle und das Schlimmste auf so einer Abreise ist vorüber. Auch diese Kontrolle ist, wie man so schön sagt, "Peanuts". Sie ist gründlich, aber nicht so übertrieben scharf wie zum Beispiel in London Heathrow. Bereits um 11.25 Uhr haben wir einen schönen Platz im Terminal an den Abfluggates ergattert und warten auf Alexandra und Holger. Die stehen in der Schlange und brauchen noch etwa 20 Minuten.
Wie das meistens auf solchen Reisen ist, sitzt und wartet man meistens stundenlang in den Flughäfen auf seine Flüge oder Anschlüsse. Hier in Trondheim ist das mal wieder so ein Tag. Das Schiff will und muss uns wegen seines Fahrplanes und der Kabinenreinigung möglichst früh loswerden. Der Flug nach Deutschland über Kopenhagen geht aber erst am Nachmittag. Also heißt es mal wieder den Hintern platt sitzen und warten. Dummerweise ist der Airport von Trondheim nur ein sehr kleiner Flughafen und hier gibt es nur fünf oder sechs Shops und die haben auch noch norwegische Preise. Wir verdrücken um 12.30 Uhr jeder eine Wurst mit Pommes Frites für über 20 €uro und machen uns mit fast wundem Hintern dann um 14.20 Uhr auf den Weg zum internationalen Flugsteig. Das ist nicht sehr weit und bereits 10 Minuten später sind wir im Bummelschritt am Gate 43.
Auf dem Anzeigemonitor steht die Boardingzeit von 14.45 Uhr. Es müsste ja ein Flieger auf dem Vorfeld stehen, es ist aber noch keine Maschine zu sehen. Passagierbrücken gibt es hier natürlich auch nicht. Kurz vor 15 Uhr ändert sich die Anzeige auf dem Monitor. Jetzt ist die Boardingzeit auf 15.15 Uhr verschoben worden. Gespannt schauen wir um diese Uhrzeit nach draußen, aber es ist immer noch keine Maschine da. Auch der Schalter am Gate ist leer. Kein Personal lässt sich blicken.
Doch um 15.20 Uhr passiert etwas. Ein Flugzeug rollt auf das Vorfeld und tatsächlich steigen Passagiere aus. Auch Gepäck wird entladen. Und dann kommt tatsächlich ein uniformierter Mann und öffnet den Schalter am Gate. Erst um 15.35 Uhr erscheint die richtige Flugnummer auf dem Monitor und die Anzeige Boarding blinkt auf. Wir haben hier in Trondheim also bereits fast eine Stunde Verspätung und 4 1/2 Stunden Wartezeit hinter uns. Glücklicherweise geht jetzt alles sehr schnell. Nach Kontrolle der Bordkarten sind wir nach kurzem Fußweg am Flieger und sitzen nur wenige Minuten später auf unseren Plätzen in Reihe 14 A + B. Es ist ein Bombardier Canadair Regional Jet CRJ 900 und sehr eng bestuhlt. Aber für den Hupfer von ca. 75 Minuten wird es schon gehen. So trödelig wie es vor dem Flug war so schnell und eilig geht es plötzlich. Vom Platz nehmen bis zum Schließen der Türen und Losrollen sind gerade einmal 10 Minuten vergangen. Toller Rekord, finde ich. Der Start erfolgt wiederum 5 Minuten später und ich denke: Hoffentlich haben die in der Eile nicht das Tanken vergessen?
Nach dem Start in Trondheim um 15.50 Uhr beginnt bereits um 16.55 Uhr der Landeanflug auf Kopenhagen. Ich sitze auf der linken (sorry: Backbord) Seite des Fliegers und kann sehr schön die Øresundbrücke sehen. Genau um 17.15 Uhr setzt die CRJ 900 in Kopenhagen auf. 10 Minuten später hat die Maschine am Terminal A angelegt und wir verabschieden uns ganz schnell von unseren Reisebegleitern Alexandra und Holger, denn die haben es sehr eilig. Ihr Weiterflug nach Hamburg geht bereits in ein paar Minuten und sie müssen noch ein ganzes Stück zu ihrem Gate laufen.
Wir begeben uns mit unserem Handgepäck zum zentralen Bereich des Flughafens. Hier irren wir erst einmal ein paar Minuten herum, denn der Bereich ist groß und wir suchen zuerst den Weg zu unserem Abfluggate. Dann dauert es später nicht so lang und die Abreise bleibt stressfrei. Um 17.45 Uhr haben wir einen Platz ergattert und können erst einmal unser Handgepäck, die Kamerataschen und die warmen Jacken ablegen. Bis zum Boarding haben wir jetzt noch gut 2 Stunden Zeit. Ich habe ein komisches Gefühl in der Magengegend, denn unser Flug ist auf den Monitoren noch nicht angezeigt. Ich beruhige uns aber mit einem köstlichen Abendessen. An einem Selbstbedienungsrestaurant entdecke ich Baguette mit Shrimps und Ei, dazu kaufe ich noch Milchkaffee. Die 2 Baguette und die 2 Kaffee kosten stolze 30.38 €uro. Also kann man sagen: Skandinavien ist mächtig teuer für uns und wir sollten nicht über unsere Preise schimpfen. Allerdings verdient man in diesen Ländern auch wesentlich mehr.
Das Baguette schmeckt hervorragend und der Kaffee tut gut, denn wir sind schon ganz schön geschafft. Den Gang zur Toilette verlängern wir gegenseitig mit einem kleinen Rundgang durch die Läden hier am Flughafen. Der jeweils Andere bleibt bei den Sachen und spielt den Wachhund. Die 2 Stunden vergehen recht zäh, aber um 19.50 Uhr steht dann endlich unser Flug auf dem Monitor. Aber nicht wie im Plan um 20.30 Uhr, sondern erst um 20.55 Uhr. Und auch nicht von Gate A 22 sondern von Gate A 20. Das sind schon wieder 25 Minuten oben drauf. Trotzdem gehen wir erst einmal zum Gate A 20. Hier ist schon mächtig was los, dauert es bis zum Boarding doch noch fast eine Stunde.
Die Fluggesellschaft hat sich beeilt. Bereits um 20.40 Uhr beginnt das Boarding. Ich kann nämlich auch rechnen und es wird für den Flieger und uns sehr knapp werden. Düsseldorf schließt den Flughafen nach 23 Uhr und wir haben nach diesem Tag absolut keine Lust, noch von Köln aus nach Hause zu fahren. So steigen wir mit leichtem Bammel in die McDonnell Douglas MD-80/82 ein und sitzen in Reihe 10 auf den Plätzen E + F. Von 20.50 Uhr bis 21.07 Uhr sitzen wir nun im Flieger und es passiert - nichts. Die Türen sind jetzt zu, aber um 21.20 Uhr stehen wir noch immer auf dem Flugfeld und nichts rührt sich. Aus dem Fenster kann ich aber den Grund erkennen. Mittlerweile tobt draußen ein Schneesturm und ganz verschwommen erkennt man auf der Startbahn eine Reihe von 7 bis 8 Schneepflügen, die nebeneinander ihre Arbeit verrichten. Ich schaue erneut auf die Uhr und finde mich langsam mit Köln ab.
Endlich, um 21.28 Uhr ruckt es an der Maschine und wir werden vom Vorfeld auf den Runway gedrückt. Dann rollt der Flieger ganz langsam an. Es ist mittlerweile ein grausames Spiel mit der Zeit. Immer wieder jaulen die Triebwerke und es geht ein paar Meter weiter. So geht das bis 21.47 Uhr. Dann sind wir an einer Enteisungsstation und die MD 80 wird abgesprüht. Aber nun ist es wohl auch dem Piloten langweilig geworden. Er gibt Gas, die Triebwerke heulen auf und ohne Halt schwenkt er auf die Startbahn ein. Endlich, um 21.55 Uhr, sind wir in der Luft und auf dem Weg nach Düsseldorf.
Wir haben keine Ahnung, was der Pilot mit den Gashebeln veranstaltet hat, aber er schafft es, genau um 22.55 Uhr in Düsseldorf zu landen. Die normale Flugzeit hätte 1 Stunde und 20 Minuten betragen. Natürlich stehen wir wieder auf dem Beton und werden mit Bussen zum Terminal gekarrt. Hier gibt es erneut Verwirrung. Erst müssen wir zum Kofferband 5, das wird dann auf Band 4 geändert. Glücklicherweise kommen unsere Koffer fast als Erste aus der Luke an der Wand. Und noch einmal habe ich Glück. Auf meiner Seite steht eine Servicedame in Lufthansauniform, die einen Rollstuhlfahrer betreut. Der zeige ich meinen rollenlosen Koffer und sie zeigt mir gleich den Reklamationsschalter. Der ist nur wenige Meter entfernt hier in der Kofferbandhalle. Ich hätte mich erst hinter dem Ausgang erkundigt und dann wäre ich nicht mehr hier hineingekommen. Anja rollt ihren Koffer zum Ausgang und ich zerre meinen Rollenlosen demonstrativ zum Reklamationsschalter. Hier ist fast nichts los. Das Paar vor mir ist gleich fertig und ich zeige der Dame hinter dem Schalter meinen Koffer. Die bemüht sich nach vorne, wirft einen prüfenden Blick auf die leeren Löcher ohne Rollen und füllt ein Formular aus. Dazu benötigt sie die Flugkarte und den Gepäckabschnitt mit dem Barcode. Das Formular ist nach 10 Minuten ausgefüllt und ich halte den Reparaturauftrag in meinen Händen. Und noch einmal ist mir das Glück hold. Die zentrale Reparaturstelle ist hier in Düsseldorf und ich kann meinen Koffer dort selbst abgeben und auch wieder abholen. Da spare ich das Versenden mit der Post, was ich mit für einen Koffer nicht so einfach vorstelle.
Endlich, um 0.05 Uhr, sind wir zu Hause. Es war eine anstrengende Rückreise, auch ein sehr langer Tag, aber eine ganz tolle Winterreise mit Hurtigruten zum Nordkap und mit Sichtung des Polarlichtes.

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Flughafen Værnes

Abschied im Flughafen

Flugverpflegunsrestaurant

4,5 Stunden Wartezeit

 

 

Leidensgenossen

 

 

Bombardier CRJ 900

 

 

Gate 43 nach Kopenhagen

 

 

Start in Trondheim

 

 

Flug nach Süden

 

 

Landung in Kopenhagen

 

 

Flughafen Kopenhagen 1

 

 

Flughafen Kopenhagen 2