Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Mit MS Columbus

auf arktischem Kurs 2011

Mittwoch 17.08.2011

Düsseldorf - Hamburg - Cuxhaven

An dieser Stelle muss jetzt ein kurzes Vorwort zu diesem Reisebericht geschrieben werden. Wir sind über 20 Tage auf einem Schiff, haben also Hotel, Restaurant, fahrbaren Untersatz und die Unterhaltung mit an Bord. Darüber jeden Tag, vor allem sind die Seetage gemeint, berichten zu wollen, wird kaum einen Leser interessieren. Auch was wir gegessen haben ist nur zweitrangig. Deshalb beschränken wir uns darauf, nur Informationen zu den Landausflügen und anderen Aktivitäten zu geben. Wer noch keine Seereise gemacht hat, wird sicher auch Lust darauf bekommen. Und wer schon mal mit einem Schiff unterwegs war, wird sicherlich vergleichen können.
Heute fahren wir mit einem IC-Zug zuerst nach Hamburg und von da weiter nach Cuxhaven. Wir haben die Gelegenheit ergriffen und die 2 Tage gültige Fahrkarte der Bahn einen Tag eher genutzt. Dadurch können wir uns die schöne Stadt vorher noch ansehen und am nächsten Tag ganz relaxt einschiffen. Es ist ja schließlich eine Urlaubsreise.
So sind wir heute um 9 Uhr mit kleinem Gepäck am Hauptbahnhof. Unsere Koffer wurden vor 2 Tagen abgeholt und wir werden sie morgen in unserer Kabine vorfinden. Der Zug, IC 2310, soll um 9.33 Uhr abfahren und ist sogar pünktlich. Unser Abteil ist leer, aber wir haben ja auch Platzkarten. Leider dauert dieser paradiesische Zustand nicht lange, in Duisburg ist das Abteil bereits voll. Ein älteres Ehepaar und eine Mutter mit einer Tochter im Teenageralter steigen zu. Die älteren Leute hatten kurz nach dem Einsteigen bereits ihr gesamtes Gepäck in den dafür vorgesehenen Haltern untergebracht, da reklamierte die Mutter ebenfalls ihren Anspruch auf einen Platz für ihre Koffer, und schon ist der schönste Streit im Abteil. Da wir nur eine kleine Reisetasche für eine Übernachtung und unsere Kameras haben, ist eigentlich genug Platz vorhanden. Erst als ich in den gedruckten Zugbegleiter schaue, ist mir einiges klar. Der knallvolle Zug fährt nach Westerland auf Sylt und es sind Schulferien in NRW.
Es ist ordentlich warm im Abteil. Glücklicherweise ist der Herr vom Platz neben mir wegen der Kofferaffaire beleidigt abgerauscht. Nur seine Frau bewacht die eingequetschten Transportbehälter. Als auch hinter Dortmund die Frau abrauscht, entwickelt sich zwischen der Mutter, ihrer Tochter und uns ein sehr nettes Gespräch. Selbst die dauernd mit einem rosaroten Handy oder Musikapparat herumfummelnde Tochter erweist sich als eine sehr intelligente Gesprächspartnerin.
Hinter Osnabrück steht dann der Zug 15 Minuten auf freier Strecke und diese Verspätung holt er bis Hamburg Harburg auch nicht mehr auf. Aber wir haben fahrplanmäßig 30 Minuten Aufenthalt und so müssen wir nur eine viertel Stunde warten bis der Metronom-Zug kommt. Und der kommt pünktlich um 13.24 Uhr. Wir steigen in die erste Klasse ein und schauen uns begeistert um. So muss Bahn sein - dieser Spruch trifft hier genau zu. Da sollten sich mal die Herren der DB in so einem Zug umsehen. Sauber, komfortabel, schnell und pünktlich.
Wir erreichen um 15 Uhr Cuxhaven und fahren mit einem Taxi zu unserem Hotel. Der Fahrpreis beträgt stolze 3,50 €, aber wir haben keine Lust, die Strecke zum Hafen zu laufen, zumal es hier doch recht warm ist. Das Hotel Stadt Cuxhaven liegt im historischen Viertel und macht einen sauberen Eindruck. Das Zimmer im dritten Stock liegt an der Hofseite und ist ruhig. Wir machen uns kurz frisch und laufen zum Hafenviertel. Im Hus op’n Diek gibt es 2 Kännchen Kaffee und Pflaumenkuchen. Langsam kommt bereits so etwas wie Urlaubsstimmung bei uns auf. Nach einer Kugel Eis als Nachtisch am Büdchen nebenan laufen wir weiter zum Wasser. Hier sehen wir die Hafenmole, die „Alte Liebe“, das Feuerschiff Elbe 1 und einige Restaurants und Rundfahrten. Die letzte Hafenrundfahrt haben wir nur ganz knapp verpasst, ja, ja, der leckere Pflaumenkuchen war schuld. So machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Um 20 Uhr haben wir eine Tischreservierung im hoteleigenen Restaurant White Star. Es gibt als Vorspeise Tomatensuppe mit Chorizo-Wurst für mich und Anja hat Kartoffel-Lauchcremesuppe mit Krabben. Beide Suppen sind derart gut, dass wir jeder die Hälfte der Suppen essen. Anja hat als Hauptgang Zander und ich den Hamburger Pannfisch. Wir sind ja schließlich an der Nordseeküste. Von der Calvadoszabaione mit dem Vanilleeis werden wir hier nicht berichten. Es soll ja keinen Stau vor Cuxhaven geben. Nach dem ausgezeichneten Essen ziehen wir um in das ebenfalls zum Hotel gehörende mexikanische Restaurant. Hier gibt es für mich noch 2 Bier und das Spiel Bayern gegen Zürich. Anja gönnt sich eine Margarita und dann ist gegen 23 Uhr Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:

Tafel Hauptbahnhof

Ankunft Cuxhaven

Hotel Stadt Cuxhafen

Hus op'n Diek

 

 

Feuerschiff Elbe 1

 

 

Schild Rundfahrt