Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Kanada in einem Zug

Von der Ostküste zur Westküste nur mit der Eisenbahn

Donnerstag 19.08.2010

Vancouver Tag 1

Wir haben keinen Wecker gestellt, denn wir wollen die schönen breiten, nicht andauernd wackelnden Betten so lange wie möglich genießen. Außerdem ist es hier im 22. Stock des Hotels sehr ruhig. Von der tobenden, morgendlichen Rushhour unter uns auf der West Hastings Street bekommen wir absolut nichts mit. Nach der morgendlichen Reinigungsprozedur gehen wir eine Etage nach unten in die Lounge. Gina ist auch schon da und begrüßt uns lautstark und so herzlich, als ob wir bereits hundert Mal hier gewesen wären. Es gibt in dieser Lounge zwar kein überbordendes Frühstücksbuffet, aber das Angebotene ist für uns ausreichend. Wir nehmen von dem frisch gebrühten Kaffee Latte und zum Toastbrot Wurst und Käse. Nach dem Frühstück gehen wir zurück zum Zimmer und bereiten uns auf den ersten Tag in Vancouver vor.
Wir wollen uns in dieser Reisebeschreibung nicht wiederholen. Es gibt von den vielen Sehenswürdigkeiten bereits einiges in unseren Reiseberichten von 2006 und 2008 zu lesen. Deshalb beschränken wir uns hier nur auf das auch für uns Neue. Es ist bereits der vierte Aufenthalt in dieser schönen Stadt. Und diese Stadt ist wirklich schön. Gäbe es sie in Deutschland, wir würden sehr wahrscheinlich hier wohnen. Die Lage an der Mündung des Fraser River und am Pazifik, geschützt von vielen vor gelagerten Inseln, ist fast einmalig. Aber wir merken auch, dass sich hier immer mehr das Großkapital ausbreitet. Erst hieß es in einigen Berichten, dass sich in Vancouver die aus Hong Kong weggegangenen Chinesen niederlassen. Und jetzt bauen hier Banken immer mehr Wolkenkratzer. Noch 2008 konnten wir vom Hotelfenster aus den Canada Place sehen. Dieser Blick ist jetzt von Hochhäusern verstellt.
Um 9.45 Uhr laufen wir am Hotel los und sind bereits kurz vor 10 Uhr am Canada Place. Hier startet die Hopp On – Hopp Off Tour. Es stehen bereits einige der Fahrkartenverkäufer hier herum. Diese, mit ihren bedruckten T-Shirts und mit Fahrkartenmappe und mobilem Kreditkartenleser bewaffneten Menschen, sieht man überall in der Stadt. Hier sollte man nur genau hinschauen. Es gibt zwei unterschiedliche Busunternehmen, die sich, wahrscheinlich absichtlich, kaum voneinander unterscheiden (die Verkäufer). Es gibt das Unternehmen Big Bus, das mit großen, teilweise offenen Bussen eine 90-minütige Rundfahrt durch Vancouver anbietet. Diese Tour geht auch nicht durch den bekannten Stanley Park, weil diese Busse nicht unter der ersten Brücke im Park hindurchpassen. Besser dran ist man mit dem „The Vancouver Trolley“. Diese Busse sehen wie eine historische Straßenbahn aus und haben einige Vorteile. Man kann den Bus auf Wunsch zwei Tage lang ununterbrochen nutzen und das ist nur 10 Dollar teurer als für einen Tag. Seit dem Fahrplanwechsel 2009 hat der Bus jetzt auch zwei getrennte Routen durch Vancouver und man ist so sehr viel flexibler. Davor musste man eine lange Zeit im Bus sitzen, wenn man unterschiedliche Ziele aufsuchen wollte. Jetzt ist die Tour in zwei kürzere Routen aufgeteilt: Die blaue Linie und die rote Linie. Schwerpunkt der blauen Linie ist der östliche Teil der Innenstadt mit den Ortsteilen Granville, Yaletown, Chinatown und Gastown. Mit der roten Linie kommt man über die Robson Street, durch den kompletten Stanley Park bis zur Lions Gate Brücke und durch die noblen Stadtviertel an der English Bay.
Ich habe bereits meine Kreditkarte in der Hand, als wir unseren Irrtum mit der Bustour bemerken. Der junge Mann, der uns die Fahrkarten verkaufen wollte, war von Big Bus und hatte wirklich fast das gleiche Hemd an wie die Leute von Trolley. Ich murmele eine Entschuldigung und wir wechseln zu einer großen, stabilen Dame. Die verkauft uns die Fahrkarten für zwei Tage und zieht dafür gleich 76 Dollar ab. Da haben wir sogar noch 4 Dollar gespart, weil wir 2 Gutscheine aus dem Internet haben und noch einmal 10 Dollar, weil wir Senior angeben. 2006 kostete die Zweitagestour noch 60 Dollar für uns. 25 Prozent Preissteigerung in vier Jahren ist ganz schön heftig. In der Hauptsaison verkehrt der Bus alle 20 Minuten, der rote und der blaue. Sollte mal einer voll sein, wird man nicht mitgenommen. Die Fahrer sind sehr auf Sicherheit bedacht. Nur wer einen Sitzplatz hat, darf mitfahren. Aber wir haben auch schon stehende Touristen in den Bussen gesehen.
Es ist 10.10 Uhr und der Bus mit der Tafel „Blue Line“ fährt vor. Es ist noch nicht viel los und es steigen ca. 10 Personen ein. Da es noch sehr früh ist und wir diese Runde noch nicht gefahren sind, werden wir erst einmal eine komplette Runde drehen, wie man so sagt. Das Wetter ist im Gegensatz zu gestern nicht besonders schön, sondern sehr wolkig. Es regnet zwar nicht, aber vom Wasser her weht ein kühler Wind. Anja setzt sich in den vorderen, überdachten Teil des Busses, ich sitze mit der Videokamera wegen der besseren Sicht hinten. Nach etwa 70 Minuten ist die erste Runde vorbei und wir sind wieder am Canada Place. Alle verbliebenen Passagiere steigen aus, aber wir bleiben sitzen. Wir haben uns einige Haltestellen gemerkt, an den wir aussteigen und an anderen Haltestellen wieder zusteigen können. Die Tour heißt ja nicht umsonst „Hopp-On, Hopp-Off“. Es steigen jetzt um 11.30 Uhr schon mehr Menschen zu und der Bus ist gut gefüllt. Wir wollen bis zur Haltestelle 8 fahren. Die ist fast am Tor zu Granville Island und diese Insel werden wir heute das erste Mal erobern. Vor dem Aussteigen nehme ich noch zwei von den vom Fahrer angepriesenen Gutscheinheften, die „Money Saving Coupons“ mit. Diese sind sehr gut und nützlich. Viele Institutionen bieten hier Preisnachlässe an, die sich sogar lohnen. Man spart 15 % bei einem Rundflug, 10 % bei der Capilano Bridge, ermäßigte Eintritte in vielen Museen, ein freies Getränk und auch Prozente in vielen Restaurants und, ganz wichtig, Ermäßigung bei den inneren Hafenfähren.
Um 12.05 Uhr verlassen wir vor Granville Island und der Hälfte der Passagiere den Bus. Genau an der Haltestelle ist ein Starbucks Coffee Shop. Eigentlich mag ich diese Läden nicht. Jedes Mal werde ich von der Bedienung mit dem Angebot von mindestens einhundert Kaffeesorten überhäuft und man versteht kein Wort von dem sehr schnell gelaberten Kauderwelsch. Da Anja sich ganz schnell in Richtung Restrooms davonmacht, habe ich jetzt den schwarzen Peter. Glücklicherweise geht die Bestellung der Person vor mir nicht so schnell und ich werfe einen Blick auf die riesige Angebotstafel und entdecke den Caffe´ Latte. Der junge Mann hinter der Theke hat gar keine Zeit, zum „Grand Slam“ des Angebotes auszuholen, da retourniere ich bereits mit meinem Wunsch nach einem Caffe´ Latte. Wortlos (oder sprachlos) tippt er die Bestellung in seine Kasse und nimmt mir 3,46 Dollar für das Heißgetränk ab. An der Ausgabestelle muss ich einen Augenblick warten, da ausgerechnet jetzt der Milchbehälter leer ist. Anja ist auch wieder da und nimmt Platz. Ich trage das kleine Tablett zum Tisch und verschwinde ebenfalls mal um die Ecke.
Jetzt ist es 12.25 Uhr und wir betreten Granville Island. Hier hat sich in den letzten Jahren eine bunte Truppe an Künstlern und sehr guten Restaurants niedergelassen. Es gibt auch ein kleines Modelleisenbahnmuseum auf dieser künstlichen Halbinsel im False Creek. Wir schlendern an einigen kleinen und bezaubernden Geschäften der hier wirkenden Künstler vorbei. Beim Anblick einiger Exponate fängt die Kreditkarte an zu jucken, aber dann sorgt doch die Vernunft. Wir sind hier über 9000 Kilometer von unserem Wohnort entfernt und wie sollen wir z.B. ein schönes Bild oder gar eine handgefertigte Skulptur in den Flieger bringen. Von den Zollformalitäten mal ganz abgesehen. Die Tasche bleibt zu und wir laufen weiter. An der Anlegestelle der Hafenfähren beginnt es zu regnen, zwar nur leicht, aber doch unangenehm. Der Public Market ist nicht weit entfernt und wir sind keine Minute später in dieser riesigen, überdachten Markthalle angekommen. Sie ist bestimmt so groß wie zwei Fußballfelder und voller Menschen. Hatten wir schon in Toronto den St. Lawrence Market bestaunt, so muss man hier noch mal eine „Schippe“ drauflegen.
Es ist schwer, das Angebot hier in der Halle zu beschreiben. Es gibt einfach alles an Lebensmitteln, Obst und Gemüse, das man sich nur vorstellen kann. Gigantisch, und da eine Beschreibung nicht viel bringt, werden wir die Bilder sprechen lassen. Kurz nach 13 Uhr haben wir einen leichten Hunger und suchen einen Platz. Um diese Zeit ist das nicht einfach, doch gerade werden zwei Plätze an einem Vierertisch frei. Wir stehen am nächsten und ziehen enttäuschte Blicke einiger anderer Suchender auf uns. Ich bleibe am Tisch sitzen und verscheuche mit grimmigem Blick diverse Einzelpersonen, die ihr Mittagessen in einer Hand jonglierend auf der Suche nach einem Sitzplatz durch die Gänge stromern. Anja muss sich leider an der Fischbude in eine Schlange nach Heilbutt mit Pommes, genannt „Fish and Chips“ anstellen. Inzwischen verlassen die Ladies an unserem Tisch ihre Plätze, die aber Sekunden später durch neue Ladies besetzt werden. Es dauert fast 10 Minuten bis Anja mit unserem Mittagessen kommt. Die Portion ist nicht sehr groß und wir wollen sie uns teilen, da wir ja in Gastown im Al Porto einen Tisch zum Dinner bestellt haben. Um 13.45 Uhr sind wir fertig und verlassen die Markthalle.
Es nieselt immer noch leicht und wir wenden uns zur Anlegestelle der Hafenfähren. Es gibt mehrere konkurrierende Unternehmen, davon zwei, die den False Creek bedienen. Es sind die gleichen kleinen Fähren wie im Hafen von Victoria, nur sind sie anders lackiert. Wir nehmen das Unternehmen, das im Gutscheinheft in Verbindung mit dem Ticket für den Trolley einen guten Rabatt anbietet. So zahlen wir statt 2,50 Dollar nur einen Dollar pro Person. Das hat sich doch fast schon gelohnt, zumal es wirklich nur zwei Anlegestellen bis zum Ortsteil Yaletown auf der gegenüberliegenden Seite des Wasserarmes sind. Die Fahrt dauert auch nur 10 Minuten und wir sind um 15.05 Uhr am Roundhouse. Auf der ersten Schleife haben wir diesen ehemaligen Ringlokschuppen der Canadian Pacific Railroad entdeckt und uns die Lage eingeprägt. Da hier die Haltestelle Nummer 9 des Trolley liegt, können wir später unsere Rundfahrt auch hier fortsetzen. Zuerst besichtigen wir die ehemalige Drehscheibe, die jetzt als Fußgängerbrücke dient und den Lokschuppen. Auf der gegenüber liegenden Seite hat man im gleichen Stil kleine, niedliche Geschäfte angebaut, die sich harmonisch in das Gesamtbauwerk einfügen. Danach ist das Highlight dieser Sehenswürdigkeit dran: Die Dampflok Nr. 374 der C.P.R. Die steht in einer verglasten Halle direkt neben dem Ringlokschuppen und glänzt, als ob sie gerade aus der Fabrik gerollt wäre. Dabei hatte sie viele Jahre im Ortsteil New Westminster auf einem Abstellgleis im Freien verbracht. Es handelt sich bei dieser Lok um eine der ersten transkontinentalen Maschinen der kanadischen Eisenbahn. Was muss das damals für eine Plackerei für die Maschinisten gewesen sein. Wir sind ja gestern erst nach vier Tagen mit dem Canadian aus Toronto sehr bequem hier angekommen. Nicht auszudenken, wie so eine Reise noch vor einhundert Jahren verlief.
Um 14.50 Uhr steigen wir wieder in den Trolley der blauen Linie und fahren weiter zum Ende der Tour am Canada Place. Von hier ist es am Convention Center vorbei nicht sehr weit bis zur Medal Plaza. Hier machen wir unsere Aufnahmen bei Tageslicht. Da es immer noch bewölkt und frisch ist, halten wir uns nicht lange auf und gehen zum Hotel zurück. Nach einer kurzen Ruhepause, ich muss wohl ein paar Minuten eingeschlafen sein, gehen wir in die Lounge. Gina und Herrmann sind auch schon da und wir gönnen uns einen wohltuenden Kaffee und einen Saft. Dabei sehen wir einem Paar zu, das sich draußen auf dem Balkon mit Herrmann der Möwe amüsiert und unterhalten uns nett mit Gina.
Gegen 18 Uhr sind wir wieder im Zimmer und ich beschäftige mich mal wieder mit dem Computer. Es gibt neue E-Mails, in Deutschland steht man ja bald wieder auf, und die neuesten Weltnachrichten sind in der eigenen Sprache auch besser verständlich. Nachdem wir uns geduscht und fein angezogen haben, verlassen wir um 19.45 Uhr unser Hotel und gehen die zwei Ecken bis nach Gastown. Die Lage unseres Hotels ist dafür einfach genial. Kurz vor 20 Uhr sind wir im Al Porto, dem Lokal, welches uns die nette Dame an der Rezeption unseres Hotels empfohlen hat. Wir bekommen einen schönen Tisch für zwei Personen in der Mitte des Lokals in einer ruhigen Nische. Der Kellner ist sehr höflich und der erste Eindruck ist sehr positiv. Er reicht uns die Speisekarte und wir bestellen einen Souvignon Blanc als Getränk und die Scallops mit Tiger Prawns als Hauptspeise. Auf eine Vorspeise verzichten wir, da es sehr leckeres, warmes Brot mit einer sehr guten butterigen Creme gibt. Die Hauptspeise ist dann schlichtweg ein „Knaller“. Wie soll man das anders beschreiben? In dem tiefen Teller befinden sich in einem sehr schmackhaften Pesto geschwenkte, kleine runde Nudeln, kaum größer als kleine Erbsen. Dazwischen räkeln sich fünf perfekt gebratene Jakobsmuscheln sowie die doppelte Anzahl ebenso guter Tiger Prawns, Riesengarnelen. Weil das Hauptgericht so gut ist, gönnen wir uns zum Abschluss noch ein Eis und einen Espresso. Sollten wir noch einmal, dann das fünfte Mal, nach Vancouver kommen, werden wir hier in jedem Fall noch einmal speisen. Das Essen ist einfach köstlich.
Gegen 21.15 Uhr brechen wir auf. Vorbei am Bahnhof an der West Hastings Street und vorbei am Canada Place ist es nicht weit zur Medal Plaza. Da es jetzt dunkel ist, sind die 3 Kristalle, eines der Symbole der letzten Winterspiele, hier auf dem Platz hinter dem Convention Center von innen beleuchtet. Da sie noch in einem Brunnen stehen, hat man neben dem Farbspiel in den Kristallen auch noch eine wunderbare Spiegelung im Wasser. Etwas abseits steht auch noch ein mit tausenden LED’s bestückter, springender Orca. Der war ja das Wappentier der Spiele und wenn ich mich richtig erinnere, ergeben alle Medaillen, die an die Spieler vergeben wurden, zusammengesetzt das Bild eines Killerwales. Oder soll man besser sagen Schwertwales? Das klingt jedenfalls besser, finden wir. Ein Löwe frisst ja auch andere Tiere zwecks der Arterhaltung und wird nicht gleich als Killerkatze beschimpft. 2002 waren wir in Victoria B.C. und haben eine Bootsfahrt zu den Orcas gemacht. Die Tiere, ganze Familien, konnten wir ganz nah am Zodiac sehen, sie waren allesamt friedlich. Nun ja, sie mochten vielleicht nicht so gerne die Gummihaut des Bootes.
Das Lichtspiel der blinkenden LED’s in der Skulptur des Schwertwales ist nicht aufzunehmen. Die Lichter sind zu schwach und der Hintergrund zu dunkel. Um 22.15 Uhr gehen wir über die West Hastings Street zurück zum Hotel. In der Lobby treffen wir noch auf die freundliche Frankfurterin und schwärmen vom Al Porto. Das freut sie natürlich und nachdem wir uns bedankt haben, gehen wir noch in die Bar. Hier müssen noch zwei Pale Ale on Tap dran glauben, schließlich benötigen wir noch etwas Bettschwere. Das ist hier im Hotel kein sehr billiges Vergnügen. Für die zwei Bier werden wir mit Trinkgeld 16 Dollar los. Aber wer schaut im Urlaub schon so genau hin? Dummerweise habe ich wieder mal die Kameradaten vergessen. Und so schläft Anja bereits selig, als ich um 24 Uhr die Schlafzimmertür öffne und auch endlich in mein Bett darf.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:

Hopp-On, Hopp-Off Bus

Granville Island

Souvenir-Shop

First Nation Kunstwerke

 

 

Eingang Public Market

 

 

Gemüsestand 1

 

 

Gemüsestand 2

 

 

Obststand

 

 

Fleischstand

 

 

Celine's Fish & Chips

 

 

False Creek Ferry

 

 

Ringlokschuppen

 

 

Dampflok 1

 

 

Dampflok 2

 

 

Medal Plaza am Tag

 

 

Orca-Plastik

 

 

Scallops & Tiger-Prawns

 

 

Medal Plaza am Abend