Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Kanada in einem Zug

Von der Ostküste zur Westküste nur mit der Eisenbahn

Donnerstag 12.08.2010

Zug "The Ocean" - Montreal - Toronto

Die erste Nacht im Schlafabteil eines Zuges ist vorbei und es war irgendwie ein Erlebnis. Wir sind zwar fast jede Stunde einmal aufgewacht und haben still vor uns hingeflucht, haben aber meist sofort weitergeschlafen. Durch das andauernde Schwanken und Rucken des Zuges ist an eine durchgängige Nachtruhe nicht zu denken. Aber es war doch irgendwie spannend und interessant.
Kurz vor 5.50 Uhr ist für mich die Nacht vorbei und ich verabrede mit Anja, dass ich zuerst das üppige Bad benutze, mich dann anziehe und in der Park-Car verschwinde. Da hat sie das Abteil für sich und ich komme dann zum gemeinsamen Gang durch die acht Waggons zum Frühstück zurück. Gegen 6.20 Uhr bin ich im Dome des letzten Wagens und stelle erfreut fest, er ist komplett leer. Kaum habe ich mich in die erste Reihe vor das Fenster gesetzt, hält der Zug auch schon an und das auf freier Strecke und dazu noch auf einer Brücke über einem Fluss. Nach 5 Minuten stößt der Zug sogar zurück und ich sehe direkt am Gleis neben dem Waggon einen Arbeiter mit Warnweste stehen, der eine Weiche bedient hat. Über diese fährt der Zug rückwärts in die Station Charny ein. Und da hier tatsächlich viele Reisende ein- und auch aussteigen, muss es sich um den Anschluss-Bahnhof der Stadt Quebec handeln. Von hier fährt ein Vorortzug über den St. Lorenz Strom hinweg in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Die Abfahrt aus Charny warte ich nicht mehr ab und gehe zurück zum Abteil. Anja ist fast fertig und um 6.45 Uhr sitzen wir im Speisewagen an unserem Lieblingstisch. Mathew ist auch wieder da und fragt nach unseren Wünschen. Es gibt leider nur ein Continental Breakfast, also kalte oder warme Cerealien, Früchte, Toast und Kaffee. Anja nimmt Früchte und weißen Toast, ich wage mich in der Not an das Porridge, weil ich gerne etwas Warmes essen möchte. Ich habe zuvor noch nie diesen warmen Haferbrei gegessen und er kommt auch schneller als mir lieb ist. Nach der ersten Kostprobe mit der Spitze des Löffels „verfeinere“ ich den Brei mit etwas Zucker und die Pampe lässt sich damit essen. Glücklicherweise ist es nur eine kleine Schale und zu meinen Leibgerichten wird Porridge sowieso nie gehören. Ich habe noch zwei Scheiben weißen Toast mit Marmelade und einem Becher Joghurt gegessen und so sind wir einigermaßen satt.
Um 7.30 Uhr sind wir zurück in der Kabine. Die Betten sind hochgeklappt und wir haben einigermaßen Platz zum Packen. Da es für den nächsten Zug nicht mehr so genau auf das Gewicht eines einzelnen Gepäckstückes ankommt, hätte ich gerne den Computer und das wichtigste Equipment im abschließbaren, kleinen Koffer und Verzichtbares im offenen Seesack. Nach mehr als einer halben Stunde sind wir fertig und suchen im nächsten Waggon nach einer der Zugbegleiterinnen. Wir sind unsicher, was wir mit den beiden Gepäckstücken in Montreal machen sollen, da wir 5 Stunden Aufenthalt haben. Im übernächsten Wagen sitzt Monique, und die gibt uns bezüglich unseres Gepäcks jetzt die richtige Auskunft. Wir sollen unser Gepäck im Bahnhof von Montreal am Baggage-Schalter abgeben und gegen eine Gebühr wird es dann am Nachmittag in den Corridor-Zug gebracht.
Wir geben uns mit dieser Auskunft erst einmal zufrieden und gehen zurück ins Abteil. Anja will hier warten und ich strebe mit der Videokamera wieder in den Dome. Ich habe erneut Glück und bekomme wieder die erste Reihe. Die anderen Passagiere sind bestimmt in ihren Abteilen und warten auf die Ankunft in Montreal. Draußen ist wunderschönes Wetter, keine Wolke zeigt sich am tiefblauen Himmel. So fährt der Zug noch über 30 Minuten durch eine jetzt stark besiedelte Landschaft. Einen letzten Halt legt er an der Station LeMoyne ein und wartet hier um 9.17 Uhr auf die Einfahrt nach Montreal. Der Ocean setzt sich ganz langsam in Bewegung und schleicht auf eine lange Stahlgitterkonstruktion zu. Auf der rechten Seite der Gleise sehe ich den Circuit Gilles Villeneuve, die Formel 1 Rennstrecke auf der Ile Notre Dame im St. Lorenz Strom. Diese künstliche Insel entstand 1965 aus dem Aushub des U-Bahn Baus. Im Jahr 2002 sind wir mit Gerda, unserer damaligen Moderatorin, in einem Reisebus über diese Rennstrecke gefahren. Direkt danach fährt der Zug über die Pont Victoria, die Victoria Brücke. Michelle ist auch im Dome und erzählt einiges über diese historische Brücke. Es ist tatsächlich eine Brücke der Superlative. Schon der Name verrät ihr Alter. Sie wurde 1859 dem Verkehr übergeben und der damaligen Königin von England gewidmet. Sie überspannt auf 3 Kilometer Länge den St. Lorenz River und steht auf 24 Eis brechenden Bruchsteinsäulen. Es ist ein besonderes Gefühl, sehr langsam über dieses historische Bauwerk zu fahren und ich lasse meine Kamera die ganze Zeit laufen.
Hinter der Brücke macht der Zug noch eine Rechtskurve und fährt dann nach links in den unterirdischen Sackbahnhof von Montreal ein. Da es hier stockdunkel ist, mache ich die Kamera aus, verabschiede mich brav von Michelle und sprinte zum Abteil. Hier steht der Zug bereits und Anja wartet in der offenen Tür. Ich packe den Seesack auf den Koffer und ziehe das Gepäck zur Waggontür. Wir steigen aus, was bei dem hohen Waggon und dem niedrigen Bahnsteig mit Gepäck nicht ganz so einfach ist, und stehen auf dem fast dunklen, stickigen und sehr warmen Bahnsteig. Da wir im vorletzten Wagen waren, müssen wir fast am ganzen Zug entlang bis zu einem kleinen Häuschen. Hinter der Glastür führt eine Rolltreppe nach oben und bringt uns in die große Halle des Montrealer Hauptbahnhofs. Hier orientieren wir uns erst einmal und finden gleich den gut beschilderten Baggage Schalter. Der freundliche Bedienstete ruft einen jungen Mann herbei, der unser Gepäck auf eine Transportkarre lädt. Gegen eine Gebühr von 9 Dollar verspricht er uns, dieses am Nachmittag in Zug Nummer 65 und in Waggon Nummer 1 zu bringen. Jedes Gepäckstück bekommt einen hellbraunen Anhänger mit der Nummer 6501 und wir den entsprechenden Kontrollabschnitt. Ich bin damit einigermaßen zufrieden, denn mehr können wir nicht machen. Der junge Mann bekommt ein gutes Trinkgeld und von der Last des Gepäcks befreit laufen wir in Richtung Innenstadt von Montreal.
Es ist jetzt 9.45 Uhr und wir stehen auf dem Boulevard Rene-Levesque. Von hier ist die Rue Sainte-Catherine nur einen Block entfernt. In den Jahren 2000 und 2002 waren wir bereits in dieser schönen Stadt und wir kennen uns hier aus. Zuerst besichtigen wir die anglikanische Christ Church Cathedral. Dieses neugotische Bauwerk, das 1859 fertig gestellt wurde, hat sehr schöne Kirchenfenster und eine aufwändig gestaltete Holzdecke. Nach dem Besuch der Kirche um 10.20 Uhr wechseln wir nur die Straßenseite und betreten das Eaton Centre. Hier ist noch gar nichts los, lediglich im Food Court im Lower Level sind an einigen Geschäften schon die Rollos hochgezogen. Da wir sehr viel Zeit haben, lassen wir uns bei Dunkin’ Donuts nieder, kaufen eine Cola, einen Donut und ein Spritzgebäck.
Die kleine Pause hat uns gut getan und da wir nichts kaufen wollen, verlassen wir das Eaton Center und laufen weiter die Rue Sainte-Catherine entlang. Hinter der kleinen Kirche St. James the Apostel, die leider geschlossen ist, weil der Pfarrer den Rasen mäht, machen wir kehrt und laufen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zurück. Es geht auf 11.55 Uhr zu und diese beliebte Einkaufsstraße wird jetzt zunehmend auch sehr belebt. Überall aus den Büros strömen die Menschen und die vielen Restaurants füllen sich schlagartig. Viele dieser Lokale haben die Fronten zur Straßenseite geöffnet und die Gäste in den vorderen Reihen sitzen bei diesem fantastischen Wetter fast im Freien. Wir kämpfen uns durch die plötzlich entstehenden Menschenmassen weiter bis zum Kunstmuseum und dem Place des Arts. Gegenüber liegt der Complexe Desjardins mit dem Bay Centre und im Untergeschoss befindet sich ein guter Food Court. Es sind zwar seit 2002 acht lange Jahre vergangen, aber es hat sich hier unten nur sehr wenig verändert. Es ist jetzt 12.45 Uhr und immer noch viel Betrieb. Ein Sitzplatz für zwei ist kaum zu entdecken und so warten wir einige Minuten bis etwas Geeignetes frei wird. Ich setze mich an einen gerade frei gewordenen Tisch und bewache unsere Habseeligkeiten, während Anja sich an einem italienischen Laden anstellt. Nach 10 Minuten kommt sie mit Gemüsepenne für sich und Spaghetti Bolognese für mich zurück. Das Essen ist genießbar und der kalte Apfelsaft löscht auch den Durst.
Nach dem Essen bleiben wir noch eine Weile sitzen, aber bei dem Betrieb und der Lautstärke hier im Food Court ist es nicht sehr gemütlich. Wir beschließen daher, zum Bahnhof zurückzukehren und die restliche Zeit bis zur Abfahrt in der Pre-Boarding Lounge zu verbringen. Um 13.30 Uhr verlassen wir den Komplex auf seiner Rückseite und sind hier bereits wieder auf dem Boulevard Rene Levesque. Keine halbe Stunde später sind wir im Bahnhofsgebäude und in der Lounge. Wir sind durch die Hitze und die Schlepperei unseres wichtigen Equipments ganz schön geschafft und zeigen dem Herrn hinter dem Schalter am Eingang unsere Fahrkarten. Der schaut in seinen Computer und brummelt mit gesenktem Kopf irgendetwas Unverständliches. Die Lounge ist bis auf einzelne Reisende frei und wir suchen uns einen gemütlichen Platz auf einer Ledersitzgruppe. In einem großen Kühlschrank finden wir hinter der Glastür kühle Getränke und schlagartig geht es uns wieder gut. Jetzt haben wir noch eine ganze Stunde Zeit bis zum Boarding in den Corridorzug.
Um 15 Uhr verlassen wir die Lounge und stellen uns in die Schlange an Gleis 15 an. Hier tut sich eine Weile nichts. Aber dann, nach 10 Minuten, geht es los und wir dürfen die Treppe hinab in den dunklen und stickigen Untergrund. Auch jetzt müssen wir wieder am ganzen Zug entlang bis nach vorn zu den Lokomotiven laufen. In Wagen 1 sitzen bereits alle die Passagiere, die wir zuletzt auch in der Lounge gesehen haben. Ich befürcht, dass die als Erste einsteigen durften, dass hat uns der grummelnde Mann am Desk in der Lounge aber nicht richtig vermitteln können. Dem Zugbegleiter an der Tür zeige ich noch einmal unsere Fahrkarten und bemerke dabei, dass hinter uns ein junger Mann steht, der unser Gepäck auf einer Karre hat und es in den Waggon laden will. Das jedenfalls hat vorzüglich funktioniert. Wenn unser großer Koffer auch noch im Gepäckabteil dieses Zuges gelandet ist, kann ja nichts mehr schief gehen. Wir haben in Zug Nummer VIA 65 in Wagen 01 die Plätze 9C und 9D. Die sind sofort gefunden und wir machen es uns gemütlich. Die Einrichtung dieses Waggons gleicht der eines Flugzeuges in der Business Class. In die Stauräume über unseren Köpfen laden wir unsere Kameras und den Computer und schließen die halbrunden Klappen. In der linken Armlehne des Sitzes ist ein Klapptisch eingelassen, es fehlt nur der Sicherheitsgurt.
Fast pünktlich, um 15.32 Uhr, setzt sich der Zug in Bewegung und verlässt mit langsamer Fahrt den unterirdischen Kopfbahnhof. Nach wenigen Minuten entdecke ich wieder die Victoria Brücke, die wir aber auf der linken Zugseite liegen lassen, da der Zug auf dieser Uferseite des St. Lorenz Stroms bleibt. Bald lassen wir die Stadt Montreal hinter uns und der Zug nimmt Fahrt auf. Für unseren Wagen der ersten Klasse sind zwei Stewards zuständig. Eine junge Lady und ein Kanadier mit leicht brauner Hautfarbe. Sie beginnen wie im Flugzeug um 15.50 Uhr mit einem ersten Getränkeservice und nehmen die Bestellung und die Zeit für das Essen auf. Wir bekommen eine Speisekarte gereicht, wählen aus den drei Gerichten eines aus und entscheiden uns für den Service um 18.30 Uhr. Gegen 15.55 Uhr hält der Zug nur kurz in Dorval und rast dann weiter mit hoher Geschwindigkeit durch eine sehr schöne Landschaft. Um 16.45 Uhr, laut Fahrplan exakt pünktlich, hält der Corridor erneut und hier im Ort Cornwall haben wir den Bundesstaat Quebec verlassen und sind in Ontario. Nach einem sehr kurzen Stopp fährt der Corridor weiter durch Kanada und passiert weiter nur kleinere Ortschaften.
Gegen 18 Uhr tauchen immer mehr Häuser auf, die auch immer näher an die Gleise heranrücken. Ich spreche mit dem Zugbegleiter und der verspricht mir, dass im nächsten Ort Kingston, den wir bald erreichen, genug Zeit für Foto- und Filmaufnahmen ist. Da wir im ersten Wagen sind und auch direkt an der Lok aussteigen können, wird das kein Problem werden. Der Zug hält um 18. 10 Uhr und wir dürfen nach dem Schaffner als Erste den Zug verlassen. Für die Aufnahmen der Loks bei sehr schönem Wetter brauchen wir nicht lange und sind nach 5 Minuten wieder auf unseren Plätzen im Zug, der auch fast pünktlich um 18.20 Uhr die Station Kingston am Ontariosee verlässt. Die Zugbegleiter fangen auch bald mit dem zweiten Service, für den wir uns gemeldet haben, an. Die Vorspeise besteht aus einer gefüllten und mit Käse überbackenen Tomate, Gurkenscheiben und Brot mit Butter. Als Hauptspeise hat Anja Lachs mit Kartoffelbrei und ich bekomme eine Hühnerbrust mit Pfeffersoße. Da auch hier das Essen aus einem Dampfbereiter kommt, schmeckt es entsprechend, ist aber genießbar. Zum Nachtisch bekommen wir Kaffee und ein Stück Himbeer-Käsekuchen. Das ist sehr lecker und schmeckt gut.
Der Zug nähert sich in der vorbeiziehenden Landschaft immer wieder einmal dem Ontariosee und wir können Boote und Wassersportler erkennen. Beim nächsten Halt um 19.50 Uhr in Oshawa bemerken wir, dass die Sonne bereits auf dem Weg zum Horizont ist. Bis Toronto, dem Endpunkt der Fahrt mit dem Corridor, liegt auch nur noch eine halbe Stunde Fahrzeit vor uns. Um 20.25 Uhr erfolgt die Ansage, dass der Zug pünktlich um 20.30 Uhr in Toronto ankommen soll. Der Zug fährt schon seit Oshawa nur durch dichte Bebauung, die auch immer höher wird. Als der Zug die ersten Wolkenkratzer erreicht und kontinuierlich langsamer wird, sind wir in Toronto, der Hauptstadt Ontarios und der größten Stadt Kanadas. Um 20.35 Uhr, genau 5 Minuten später als angekündigt, stoppt der Zug in der Union Station dieser großartigen Metropole. Wir holen unsere Taschen aus dem Staufach über den Sitzen und nehmen unseren Koffer und den Seesack aus dem Stauraum vor der Küche an uns. Nach dem Verlassen des Zuges müssen wir ca. 100 Meter zurück und da dies ein oberirdischer Bahnhof ist, diesmal Treppen hinunter. Wir finden schnell den Baggage-Schalter und warten am Gepäckband. Das bewegt sich aber nicht und es stehen auch keine Reisenden hier. Mir wird schon etwas mulmig, da entdecke ich Usher und seine Familie. Die hatten scheinbar auch Gepäck aufgegeben und reichen dem Mann am Schalter hinter dem Band eine gelbe Karte, worauf sie nach wenigen Augenblicken ihr Gepäck bekommen. Ich bin fast mit Usher versöhnt, denn so eine gelbe Karte haben wir in Halifax auch bekommen. Ich hole die Mappe mit den Fahrkarten aus der Computertasche und entdecke den „Bagcheck“, an den noch eine rote Karte mit der dicken Aufschrift TORONTO getackert ist. Diesen Zettel hatte ich nicht weiter beachtet, aber dank Usher und seinen Eltern zeige ich ihn jetzt vor und wir bekommen umgehend unseren großen Koffer ausgehändigt.
Wir stapeln unser übriges Gepäck auf die zwei Koffer mit den Ziehgriffen und laufen los. Zuerst etwas planlos, weil der unterirdische Zugang zu unserem Hotel wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Wir finden eine Rampe, über die wir die große Halle des Bahnhofs erreichen und verlassen das Gebäude durch den Haupteingang zur Front Street. Es ist jetzt bereits 20.50 Uhr und in der Straßenschlucht zwischen den Wolkenkratzern schon merklich dunkel. Auf der Front Street ist viel Verkehr und wir müssen höllisch beim Überqueren der Straße aufpassen. Der bewachsene Mittelstreifen erleichtert uns diese Aktion und dann sind wir endlich in unserem Hotel, dem Fairmont Royal York. Dieses Hotel wurde 1929 von der kanadischen Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway erbaut und zählt wie alle Fairmont Hotels zu den ersten Adressen in Kanada. Wir haben es wegen der Lage genau gegenüber der Union Station und der zentralen Lage zu den Sehenswürdigkeiten dieser Stadt ausgesucht. Leider müssen wir unsere schweren Koffer noch einige Treppenstufen hoch zerren, da gerade kein Bellboy ansprechbar ist. Trotz der späten Stunde herrscht in der Lobby immer noch Hochbetrieb. Ich spreche trotzdem einen der Bellboys an und frage nach dem Check-In Schalter für die Gold-Rooms. Er läuft gleich höflich vor uns durch die Halle und zeigt uns die Aufzüge. Es gibt sogar zwei Kabinen, die nur die Goldetagen vom 12. bis 16. Stock und die noch höher gelegenen Suiten bedienen. Es ist sofort eine Kabine da, wir bedanken uns und drücken den Knopf für die 12. Etage.
Im Vorraum der Aufzüge in der 12 Etage steht ein großer Tisch der einen üppigen Blumenschmuck trägt. Wir wenden uns nach rechts und stehen vor dem Desk der Gold-Lounge. Der nette junge Mann, der jetzt die Spätschicht hat grüßt freundlich, studiert zuerst unseren Voucher, schaut dann in den Computer und macht zwei magnetische Schlüsselkarten fertig. Ich frage etwas schüchtern nach einem Lakeview-Room und er nickt verständnisvoll. Dann reicht er uns die Karten mit einer kleinen Papphülle, auf die er die Zimmernummer geschrieben hat und fragt uns nach einem Erfrischungsgetränk. Wir sehen wahrscheinlich ziemlich kaputt aus, sind aber sehr dankbar für ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank. Wir schnappen unsere Koffer, lehnen das freundliche Angebot, einen Bellboy zu rufen, freundlich ab und ziehen sie zu den Aufzügen.
Endlich, um 21 Uhr, sind wir im 16. Stock in unserem Zimmer Nummer 141. Der erste Gang ist zum Fenster und der Blick entschädigt uns für alle Mühen der Reise bis hierher. Vor uns liegt der Ontariosee mit seinen der Uferlinie vor gelagerten Inseln und rechts ragt der CN-Tower schon beleuchtet in den dämmrigen Himmel. Toll, einfach nur toll. Anja stürzt sich noch auf unsere Koffer und ich versorge erst einmal die elektronischen Geräte. Danach duschen wir und um 23 Uhr ist Bettruhe.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:

Vor der Victoria-Brücke

Auf der Victoria Brücke

Montreal, St. Lorenz Strom

Bahnhof Montreal

 

 

Amtrak-Zug

 

 

Downtown Montreal

 

 

Christ Church Kathedral

 

 

Eingangsportal

 

 

Die Kathedral von innen

 

 

Schönes Glasfenster

 

 

Das Eaton Center

 

 

St. James the Apostel

 

 

Mittagspause

 

 

Complexe Desjardins

 

 

Food Court

 

 

Anzeigetafel im Bahnhof

 

 

Unterirdischer Bahnhof

 

 

Corridor-Zug VIA 65

 

 

Stopp in Kingston

 

 

Einstiegshilfe

 

 

Fairmont Royal York