Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Im Westen Kanadas und der USA

vom 14. Juli bis 12. August 2008

Mittwoch 30.07.2008

Hayden Valley - West Thumb Geyser Basin

Es ist wieder 5.45 Uhr. Den Wecker brauchte ich in den letzten Tagen gar nicht umzustellen. Der Blick hinter den lichtdichten Vorhang verrät, dass wieder ein traumhafter Tag bevorsteht. Wir sind jetzt zweieinhalb Wochen hier im Nordwesten des amerikanischen Kontinentes und wir haben bisher nur den Ankunftstag und die zwei Tage im Glacier Nationalpark nicht so gutes Wetter gehabt. Alle übrigen Tage waren reine Sonnenscheintage. So ein Glück mit dieser stabilen Hochdruckwetterlage hat man sehr selten.
Um 6.40 Uhr sind wir deshalb schon gut ausgerüstet beim Frühstück im Restaurant und es gibt die üblichen Eier mit Toast und den dünnen amerikanischen Kaffee. Den aber so viel man will und bis zum sprichwörtlichen Abwinken. Nach dem Frühstück schauen wir wieder an der Rezeption vorbei und schauen auf die Info-Tafel nach dem nächsten Ausbruch des „Alten Getreuen“. Der soll um 8.17 Uhr sein und somit haben wir noch viel Zeit. Wir packen vor dem Verlassen der Cabin alle Sachen die wir für den Tag brauchen ein und nehmen auch das Auto bis zum Parkplatz am Geyser mit. Heute Morgen ist wieder ganz schön Betrieb, aber wir ergattern einen guten Platz. Der Geyser lässt uns nur drei Minuten warten und schleudert seine Wassermassen um 8.20 Uhr aus seinem Kegel heraus. Es ist erneut eine traumhafte Eruption. Nach dem Spektakel gehen wir sofort zum Visitor Center und notieren uns die voraussichtlichen Eruptionsdaten einiger größerer Geysire hier im Upper Basin. Sollte es die Kondition und die Zeit erlauben, werden wir am Nachmittag noch den einen oder anderen Geyser bei seiner Eruption besuchen.
Es ist nur eine kurze Fahrt bis zum Black Sand Basin, wo wir bereits um 8.45 Uhr eintreffen. Es ist ein sehr kleines Becken mit nur einem Geyser und mehreren Pools, aber diese sind von ausgesuchter Schönheit. Die Bilder zeigen es. Der Cliff Geyser spritzt nicht hoch, aber macht bei seinen Eruptionen, die kurz hintereinander erfolgen, ein ganz schönes Spektakel. Der Emerald Pool liegt mit seiner Farbenpracht ebenfalls herrlich in der Morgensonne. Wir genießen die Stille und die Ruhe, bevor die anderen Touristen hier einfallen und beobachten ein paar Amerikanerkrähen (die heißen tatsächlich so), die auf der Suche nach Nahrung über die weiße Oberfläche des Black Sand Basin schreiten.
Wir fahren gegen 9.30 Uhr zur letzten Station hier im Upper Geyser Basin, dem Biscuit Basin. Hier gibt es zwei Geysire, einen Pool und zwei Springs zu bestaunen. Als besonders zu erwähnen sind hier der tolle und farbenprächtige Saphire Pool und der Jewel Geyser. Alle Becken sind sehr gut erschlossen. Es gibt ausreichend Parkplätze, wenn man früh kommt, und sichere, breite Holzbohlenwege zu den Sehenswürdigkeiten. Jeder Pool, jeder Geyser und jede Spring sind mit kleinen Holztafeln beschriftet, die wir auch alle fotografiert haben. Bei über 300 aktiven Geysiren und unzähligen Pools könnten wir die Bilder später nicht mehr zuordnen. Besonders zu erwähnen ist der Saphire Pool. Er ist nicht nur sehr schön in der Farbgebung, an seinem Ufer tummeln sich auch hier viele der Amerikanerkrähen, die sich mit ihrem tiefschwarzen, manchmal blau schimmerndem Gefieder gut gegen die feinsandigen Kalkflächen abheben. Und im Pool liegen drei !!! Kappen, die ihren Besitzern vom stürmischen Wind vom Kopf gerissen wurden. Es war wohl heute noch kein Parkranger da, um diese Kopfbedeckungen zu entfernen.
Nach weiteren 40 Minuten sind wir auch durch das Biscuit Basin durch und wieder mit dem Auto auf der Parkstraße. Wir fahren jetzt in Richtung Norris und kommen wieder am Firehole Lake Drive vorbei. Ich beschließe kurzfristig, wegen des besseren Sonnenstandes, unserem Freund, dem White Dome Geyser, nochmals einen Besuch abzustatten. Und wir haben Glück. Er lässt uns nur acht Minuten warten und zeigt uns eine schöne Eruption. Um 10.40 Uhr passieren wir Madison und fahren weiter in Richtung Canyon. Am Gibbon Fall haben wir Glück und bekommen einen Parkplatz. Aber der Wasserfall liegt im Schatten und wir überlassen die Lücke einem nachfolgenden Autofahrer.
Um 11.15 Uhr biegen wir kurz hinter Norris nach rechts auf den Virginia Cascades Drive ein. Dies ist eine sehr schmale Einbahnstraße und sie führt zu den Virginia Cascades. Sie ist landschaftlich einfach zauberhaft. Sie schmiegt sich eng an die steile Bergwand und lässt ab und an einen Blick in die tiefe Schlucht des Gibbon Rivers zu. Parkbuchten sind sehr selten, aber an den Cascades stehen wenigstens ein paar zur Verfügung. Da hier niemand einfach nur so durchfährt ohne anzuhalten und ein Bild zu machen, kann man schon mal kurz warten bis eine der Buchten frei wird. Nach wenigen Minuten haben wir den Wagen geparkt und machen unsere Aufnahmen. Ein paar Meter muss man schon am steilen Abhang entlang laufen, um eine schöne Stelle für einen guten Schnappschuss zu finden. Die Durchfahrt mit dem Fotohalt dauert eine knappe halbe Stunde und bereits um 12 Uhr sind wir wieder an Canyon Village vorbei in Richtung des Hayden Valley. Hier an der Straße kommt es erneut zu einem Stau. Ein Bison macht sich den Spaß, die Touristen auf volle Touren zu bringen. Wir sehen das etwas gelassener, können aber auch nicht widerstehen, das Tier direkt einen Meter neben dem Auto laufend abzulichten. Mit dem zotteligen Fell um die Kopfregion herum sind das gewaltige und Respekt einflößende Tiere.
Kurz danach sind wir wieder im Hayden Valley und halten an einer sehr schönen Stelle an. Es ist außer uns niemand an dieser Stelle und wir haben einen tollen Blick auf eine sehr große Herde Bisons an einem Berghang in ungefähr 600 bis 800 Metern Entfernung. Ich baue in aller Ruhe mein Stativ auf und befestige die Kamera darauf. Dann schaue ich durch den Sucher und drehe am 20-fach Zoom. Das ist auf Kleinbild umgerechnet fast ein 600er Teleobjektiv. Die Einstellarbeiten sind noch nicht beendet, tönt lautes Türklappern vor und hinter uns und mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei. Vielleicht liegt es an meiner großen HD-Kamera auf dem Stativ, die die anderen Touristen angelockt hat, jedenfalls vermuten die hier etwas Spezielles oder gar Spektakuläres. Einer der Autofahrer besitzt sogar die Frechheit, seinen Hund genau vor meinem Kameraausschnitt frei laufen zu lassen und stellt sich davor. Das das unbeabsichtigt ist, bezweifele ich stark. Jedenfalls bin ich wieder einmal sauer und baue ab. Die Bisonherde ist selbst für das starke Zoomobjektiv zu weit weg und wir haben die Tiere ja aus der Nähe schon mehrfach abgelichtet.
So fahren wir um 12.30 Uhr weiter zur Mud Volcano Area und parken das Auto. Wir nehmen den Rundweg im Uhrzeigersinn und fangen an der Mud Caldron und am Mud Geyser an. Die Schlammbecken stehen jetzt in voller Pracht im Sonnenlicht. Gestern Abend war es doch schon etwas dunkel für gute Aufnahmen. Der weitere Weg führt steil bergan bis zum Sizzling Basin und wird ab hier wieder zu einem Holzbohlenweg. Vorbei an der Churning Caldron gelangen wir zum Sur Lake und der Black Dragon’s Caldron. Diese Kessel oder Einbruchsbecken sind von einer wilden Schönheit. Gerade die Black Dragon’s Caldron ist heute nur noch ein Schatten früherer Tage. Bei ihrer Wanderung durch dieses Becken schleuderte sie immer wieder Schlamm in alle Richtungen und entwurzelte sogar Bäume. Den Schlamm schleuderte sie zig Meter in die Luft und wanderte über 60 Meter talwärts. Heute ist sie recht zahm, aber die Geologen vermuten, dass sie eines Tages wieder erwachen wird. Kurz danach sehen wir den Sour Lake. Dieser See lädt optisch die Besucher zum Baden ein, davon sollte aber dringend abgeraten werden. Der See enthält pure Schwefelsäure, die die Haut stark verätzen wird. Mikroorganismen wandeln den im See vorhandenen Schwefel in die heimtückische Säure um.
Wir beginnen den Abstieg und treffen auf die Grizzly Fumarole. Sie ächzt und stöhnt aus ihrer Öffnung, aber weiter tut sich nichts. Am nächsten Rechtsknick bleiben plötzlich alle vor uns laufenden Touristen stehen. Am Hang der Cooking Hillside steht ein riesiger und mächtiger Bisonbulle. Er wärmt sich in der heißen Erde das Fell auf, obwohl es hier draußen schon für mich warm genug ist. Das Tier wird natürlich von allen Leuten gefilmt und fotografiert. Das schmeichelt dem mächtigen Bullen so sehr, dass er sich den gaffenden Menschen mit den kleinen Knipsapparaten noch näher präsentieren möchte. Er kommt immer näher und steht dann direkt am Holzbohlenweg. Der mächtige Schädel hängt halb auf dem Weg und an ein Vorbeikommen ist nicht zu denken. Diese Tiere sind zwar meist friedfertig, aber es kommt vor, dass so ein Bulle auch schon einmal plötzlich einen Menschen angreift. Und das wollen wir auch auf gar keinen Fall riskieren. Keine sieben Meter vor uns steht das Tier und dreht den Schädel in unsere Richtung. Ich suche mir schon mal einen Landeplatz, sollte es nötig werden, über das Geländer des Bohlenweges in das Becken daneben zu springen. Plötzlich, nach endlosen fünf Minuten, möchte das Tier auf den Bohlenweg gelangen. Der Abhang daneben ist aber zu hoch und er versucht es mehrmals. Dann läuft er nach rechts und hier ist der Abhang nicht so tief. Er wuchtet seine Vorderläufe auf die Bohlen und zieht das Hinterteil nach. So steht er in voller Pracht in der Sonne auf dem Bohlenweg und lässt sich wunderbar von uns fotografieren. Nach weiteren fünf Minuten trollt er sich nach links neben den Weg. Hier steht er keinen Meter mit seinem Hinterteil davon entfernt. Anja ist mutig und huscht mit zwei oder drei anderen Touristen hinter ihm vorbei. Aber ich stehe noch hier und mit mir noch eine Familie. Sie haben einen Bollerwagen mit einem kleinen Jungen darin. Der Vater läuft auch mit Kind und Wagen an dem Bison vorbei und endlich fasse ich mir ein Herz und spurte los. Das ging gerade noch mal gut und der Bison beginnt jetzt auch, weiter den Berg hinaufzuwandern. Danach sind wir am Mud Volcano, einem vulkankegelartigen Gebilde voller eisensulfidhaltigem, grauem Schlamm. Diese hydrothermale Gegend hier ist die säurehaltigste des ganzen Parks und die Entdecker konnten sie bereit in mehr als 1,5 Kilometern Entfernung hören. Unser „Bestes Stück“ ist aber die Dragon’s Mouth Spring. Die Crow-Indianer hielten das Geräusch des ausströmenden Dampfes für das Schnauben eines ärgerlichen Bisonbullen. 1912 erhielt die Quelle ihren heutigen Namen von einem unbekannten Besucher. Früher hatte sie mehrere andere Namen und spritzte das Wasser bis auf den Holzbohlenweg, aber seit 1994 werden die Wellenbewegungen aus der Höhle immer flacher. 1999 fiel die Wassertemperatur um 10°C und die Farbe der Algen am Rand der Quelle änderte sich von grün in ein dunkles grau.
Nach dieser eindrucksvollen Quelle mit dem tollen Sound sind wir im Mud Volcano Becken fertig und klettern wieder in unser Auto. Weiter geht es auf der Parkstraße in Richtung See und in Richtung West Thumb Geyser Basin. Nur wenige Kilometer entfernt sehen wir plötzlich Hektik am Straßenrand. Menschen laufen aufgeregt hin und her und wir drosseln unsere Geschwindigkeit. Im Wald rechts neben der Straße tobt ein Waldbrand. Die Flammen haben bereits hohe Bäume voll erfasst. Da ich mit unseren Trinkwasserflaschen an Bord nichts ausrichten kann und auch eventuell Rettungsfahrzeuge nicht behindern will, gebe ich Gas und wir fahren schnell weiter. Außerdem weiß man nie, wie eine Versicherung auf Schäden am Fahrzeug reagieren würde. Kurze Zeit später kommt auch schon ein Einsatzfahrzeug der Parkverwaltung mit Sirene und vollem Christbaum auf dem Dach an uns vorbeigerast.
Um 13.50 Uhr sind wir am West Thumb Geyser Basin angekommen. Der Parkplatz ist verhältnismäßig leer und wir bekommen einen Platz im Schatten, was für ein Luxus. Der Weg zum Becken ist recht kurz, wie alle Parkplätze sind sie immer ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Der Amerikaner mag es eben bequem. Das Becken selbst ist ebenfalls nicht sehr groß und der obligatorische, kreisförmige Holzbohlenweg höchsten 800 Meter lang. Aber es gibt hier sehr viele Quellen und Pools und auch ein paar wenige Geysire. Aber die Lage ist sehr reizvoll, da das Becken direkt am Ufer des Yellowstone Sees liegt und einige der Quellen im See nahe am Ufer liegen. Wir wenden uns nach rechts und sehen zuerst die Thumb Paint Pots und danach die farbenprächtigen Seismograph- und Bluebell Pools. Man kann die vielen bunten Pools nicht alle über einen Kamm scheren, jeder einzelne hat eine andere Form und eine andere Farbgebung durch die unterschiedliche Tiefe und Randformung. Wir gehen weiter und sind am Seeufer. Hier gibt es mehrere Besonderheiten. Der Lakeshore Geyser macht seinem Namen Ehre und liegt mit seinen zwei Eruptionskegeln vielleicht zwei oder drei Meter vom Ufer entfernt im See. Der Fishing Cone liegt leider dicht unter der Wasseroberfläche. Bei niedrigerem Wasserstand im See haben die Angler früher ihre geangelten Fische in dem heißen Wasser des Kegels gar gekocht. Daher der seltsame Name. Einzig der Kegel des Big Cone ragt aus dem Wasser hervor und blubbert leise vor sich hin. Unsere Aufnahmen könnten noch besser sein, aber der Wind hat seit Mittag stark zugenommen. Es immer noch wunderbar blauer Himmel, aber es weht ein sehr starker Wind, der die Wasseroberflächen kräuselt und so schöne Spiegelungen verhindert. An der hinteren Rundung des Rundweges warten noch der mächtige Black Pool mit seiner schönen Türkisfärbung und der ganz fantastische Abyss Pool auf uns. Danach nehmen wir noch den mittleren Bohlenweg zur Blue Funnel Spring, die malerisch hellblau mitten im hellweißen Kalkterrain liegt. Der Wind wird langsam unangenehm. Er ist nicht etwa kalt, aber er wirbelt den feinen Kalksand auf und der ist unangenehm auf der Haut, im Auge und nicht sehr gut für unsere Ausrüstungen. Wir packen die Kameras deshalb ein und wollen morgen früh auf dem Weg zum Grand Teton Nationalpark noch mal vorbeisehen.
Gegen 14.50 Uhr fahren wir vom Parkplatz des West Thumb Geyser Basin herunter und zurück zur Old Faithful Snow Lodge. Hier haben wir die komplette untere Runde vollendet. Um 15.30 Uhr gehen wir wieder zur Grocery und kaufen Sandwichs und kalte Getränke. Wir denken immer noch mit Grauen an das Abendessen im Restaurant vor zwei Tagen. Danach machen wir es uns mit den gekauften Vorräten im Zimmer gemütlich, essen eine Kleinigkeit und ruhen ein wenig aus. Zu einem Geysirausbruch wollen wir nicht mehr laufen, ein gewisser Sättigungsgrad diesbezüglich ist bei uns erreicht. Am Nachmittag koche ich noch Kaffee und bereite die Route für den nächsten Tag vor. Die Koffer bereiten wir auch schon für die Weiterreise vor, da gibt es immer etwas umzusortieren. Ich ziehe auch noch einmal zwei Hemden durchs Wasser, da sie hier so schön schnell trocknen.
Um 19.45 Uhr nehmen wir unsere Kameras und wandern zum Old Faithful Inn, dem ältesten Hotel hier im Park. Das Hotel wurde von 1903 bis 1904 gebaut und hat einige architektonische Besonderheiten zu bieten. Es wurde seinerzeit nur aus im Park vorhandenen Baustoffen wie Holz und Stein erbaut. Schmuckstück und Besonderheit ist die riesige, bis hinauf zum Dach reichende Innenhalle mit dem ebenso hohen Kamin, der mitten in der Halle steht. Man wird für einen Moment ehrfürchtig, wenn man diese historische Halle betritt. Wir haben uns einen Platz vor dem Kamin gesichert und einfach mal den Kopf in den Nacken gelegt. Der Blick ist einmalig und wird uns immer im Gedächtnis bleiben. Danach gehen wir die Holztreppe eine Etage höher und treten auf die große Terrasse hinaus. Hier ist was los, unbeschreiblich. Menschen sitzen und stehen hier in großer Zahl herum, schwatzen und haben nur ein Ziel: Den nächsten Ausbruch des Old Faithful von hier aus zu sehen. Wir haben keine Zeit gesehen, wann das sein soll, aber wir lassen uns anstecken und warten auch. Die Arena vor dem Geyser kann man von dieser erhobenen Position aus auch gut sehen. Sie ist knallvoll, kein Sitzplatz ist mehr frei. Das sieht man, weil viele Menschen noch hinter den Sitzenden herumstehen. Aber der „Alte Getreue“ lässt uns Nerven zerreibend lange warten. Von 20.30 Uhr bis 21.05 Uhr warten wir stehend auf der Terrasse des Hotels auf seine Eruption. Dann ist es endlich so weit. Laut spritzend erheben sich seine Wassermassen für fast zwei Minuten in die Abenddämmerung. Leider sind wieder viele Stimmen der laut diskutierenden Leute um mich herum zu vernehmen. Nach der Eruption wieder frenetischer Beifall der vielen Amerikaner. In Key West, Florida, haben wir so etwas einmal bei einem Sonnenuntergang erlebt. Hier wurde die Sonne nach ihrem tropischen und durchaus stimmungsvollen Untergang ebenfall beklatscht und bejubelt. Erstaunlicherweise sind die Menschenmassen schon nach wenigen Minuten nicht mehr zu sehen. Auch wir sehen uns noch einmal kurz in der Hotelhalle um und laufen die wenigen hundert Meter zu unserer Hotellobby.
Hier setzen wir uns um 21.15 Uhr wieder in die Firehole Bar und bestellen uns ein kühles Bier vom Fass. Nach dem zweiten Bier sind wir aber reif für unser Bett und so geht der schöne Tag um 23 Uhr zu Ende.

nächster Tag

 

 

 

 



Klick für große Bilder:


Cliff Geyser


Emerald Pool


Amerikanerkrähe


Biscuit Basin

 


Saphire Pool

 

 


Shell Geyser

 

 


Virginia Cascade

 

 


Bison 1

 

 


Hayden Valley

 

 


Bison 2

 

 


Schwefelablagerungen

 

 


Churning Caldron

 

 


Bison 3

 

 


Mud Volcano

 

 


Dragon's Mouth Spring

 

 


Seismograph Pool

 

 


Lakeshore Geyser

 

 


Fishing Cone

 

 


Abyss Pool

 

 


Western Cabin