Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Abenteuer in Alaska

vom 08. Juli bis 20. Juli 2006

Tag 2 - Sonntag 09. Juli 2006

Anchorage

Die Nacht war fast 8 Stunden lang und um 6 Uhr Ortszeit kann ich nicht mehr schlafen. Also raus und in die Dusche. So gegen 7 Uhr gehen wir dann zum Frühstück. Hier im Hotel gibt es ein kostenloses, kontinentales Frühstücksbuffet. Es gibt Bagels, die berühmten Brötchen mit Loch, Toastbrot und leckere Waffeln zum selber backen mit Erdbeersoße. Anja schwärmt für die Bagels mit Cream Cheese, ich bevorzuge die Waffeln. Dazu Obst, Kaffee bzw. Tee. Da der Computer auch noch frei ist, gleich noch eine Mail an die Lieben daheim hinterhergeschickt. Jetzt ist es in Germany ja Nachmittags. Da es im Frühstücksraum  langsam voller wird, geben wir unseren Platz frei und nehmen noch einen "Coffee to go" mit auf unser Zimmer und versorgen unser Equipment, also Videokameras und Digitale Spiegelreflexkamera. Wir wollen nach der Rückkehr etwas vorzeigen können. Wie ich so im Fernsehen zappe, läuft auf einem Kanal live Deutschland – Portugal und es steht 3 : 1. Es ist wohl das kleine Finale um den 3. Platz, na ja immerhin. Da wir Heute überhaupt nichts vorhaben, also der so genannte Eingewöhnungstag ist, gehen wir um 9.30 Uhr noch einmal in den jetzt fast leeren Frühstücksraum und trinken gemütlich noch einen Kaffee.
20 Minuten später sitzen wir im Auto und fahren zum Lake Hood, der direkt neben dem Flughafen von Anchorage liegt. Dieser See beherbergt den größten Wasserflugzeug-Flughafen der Welt. Wir suchen das Gebäude von Katmailand-Air, damit wir morgen nicht um 6 Uhr den Stress in diesem riesigen Gelände haben. Dank einer guten Beschreibung, die unseren Unterlagen für die morgige Tour beilag, haben wir die Firma sofort gefunden. Auf der Rückfahrt entdecken wir eine Sears-Mall. Da wir noch Getränke und Lebensmittel brauchen, kaufen wir in der Filiale bei Carrs noch alles ein, was wir für die Tage brauchen, an denen wir mit dem Auto unterwegs sind.  Da wir diesen Urlaub selbst geplant haben, sind wir einen Tag mit dem Auto unterwegs, den nächsten Tag nutzen wir dann für Ausflüge und Fahrten am Ort.
Wir verstauen also unser Obst und unsere Gallonen Mineralwasser im Leihwagen und fahren zum Seward Highway und dann in Richtung Süden. Den ersten Halt machen wir am Beluga Point. Hier hatten wir 2004 tatsächlich die weißen Beluga Wale sehen können. Genau genommen sieht man ja von diesen Lebewesen außerhalb des Wassers immer nur den Rücken und einen kleinen Teil des Kopfes mit dem Blasloch. Aber diesmal waren die Wale wohl satt und nicht auf der Jagd nach Lachsen. Wir haben keine Wale gesehen. Weiter geht es zum Bird Point. Da sich fast keine Wolke am Himmel zeigt und es auch schön warm ist, haben wir die schöne Landschaft von Alaska im Sommer hier am Turnagain Arm auf uns wirken lassen. Wundervolles sattes Grün und Gletscher bis auf Meereshöhe. Einfach wunderschön.
Es ist Mittag und so fahren wir weiter nach Girdwood. Hier ist ein Fest, die Straßen sind an den Seiten gesperrt und es ist viel Volk unterwegs. Also vorsichtig fahren, die Amis sind da sehr empfindlich und überall sind Sheriffs, die den Verkehr regeln und beobachten. Nach einigem Suchen finden wir das Flugfeld. Eigentlich wollten wir von Girdwood mit einem Hubschrauber zum Prince William Sound und über einige Gletscher fliegen. Aber diese Minihummeln mit 2 Rotorblättern haben unser Herz nicht bewegt, dazu „ja“ zu sagen. Also wieder umgedreht und zum „Bake Shop“ gefahren. Auch diesmal ist es wieder voll, ein Zeichen für anhaltend gute Qualität. Wir stellen uns an der Schlange vor dem Counter an. Es ist genau 13 Uhr und ich bekomme plötzlich von einem Bediensteten einen Zettel in die Hand gedrückt auf dem steht: „Last Chance for Breakfast“. Den soll ich allen Leuten zeigen, die sich hinter mir anstellen. Ich bin also der Letzte, der noch ein Frühstück ordern darf, na toll. Das Frühstück war gut und reichlich und da wir später in Anchorage in der 5th Avenue Mall bei Famous Wok essen wollen, da ist es nämlich gut und günstig, bestellen wir uns hier nur ein Roastbeef-Sandwich, das wir uns teilen und eine Cola.
Nach dem Essen fahren wir dann wieder durch die Menschenmassen zum Portage See weiter. Hier hatten wir 2004 schon die Fahrt zum Portage Gletscher mit dem Schiff „Ptarmigan“ bei genau gleichem traumhaftem Wetter gemacht. Das Ptarmigan ist ein Schneehuhn, dessen Gefieder im Winter von braun auf weiß wechselt und der Nationalvogel Alaskas. Da das Schiff unterwegs ist, schenken wir uns die Fahrt. Wir machen uns auf den Rückweg und halten unterwegs an vielen schönen Stellen an, um zu filmen und zu fotografieren.
Um 16 Uhr sind wir wieder am Hotel und holen uns in der Lobby einen Kaffee, der hier immer kostenfrei angeboten wird. Mit einer netten Dame an der Rezeption halten wir noch einen halbstündigen Smalltalk. Sie möchte viel von „Good Old Germany“ wissen und sich über Politik mit uns unterhalten. Erstaunlicherweise ist im direkten Gespräch kaum ein Amerikaner mit der Politik seines Präsidenten einverstanden. Woher hat dieser dann eigentlich die Mehrheit der Stimmen bekommen? Genug, wir sind ja im Urlaub. Wir machen uns noch im Zimmer ein bisschen frisch und um 17 Uhr laufen wir von der A Street Ecke 8th Avenue in 10 Minuten zur 5th Avenue Mall an der C Street. In der 3. Etage gibt es eine Fressmeile, die einige Fastfood Läden bietet, die man so in den USA kennt. Wir kennen und schätzen den Famous Wok und bestellen hier unser Lieblingsessen. Auf die Nudeln müssen wir noch etwas warten, die werden frisch zubereitet. Um so besser. Die Hühnchennuggets in Honigkruste sind ein wahrer Genuss. Die Zeitumstellung macht sich nun doch bemerkbar, aber um 18 Uhr gehen wir natürlich noch nicht ins Bett.  Im Park neben der 5th Avenue Mall hören wir Musik. Da müssen wir hin. Es ist ein spanisches Fest und eine Kapelle auf einer kleinen Bühne spielt spanische Musik und viele Paare tanzen vor der Bühne. Wir lassen uns anstecken und hören begeistert der wunderschönen Musik zu.
Es ist erstaunlich warm hier in Alaska auch noch am späten Nachmittag und so beschließen wir, noch eine kleine Runde über die 4th Avenue zu drehen. Zuerst laufen wir zum Visitor Center. Hier sieht man leider die Kehrseite der Medaille der Besiedelung durch den weißen Mann. Viele der Nativ People (früher Eskimos) sind arbeitslos und lungern hier am Visitor Center angetrunken herum. Dadurch machen sie natürlich auf ihre Situation aufmerksam. Hier auf der 4th Avenue gibt es zahllose Souvenirläden. In den Einen oder Anderen schauen wir mal rein um zu sehen, was es so gibt. Einige Andenken müssen wir ja mitnehmen. Dafür haben wir aber am Ende des Aufenthaltes noch genug Zeit. Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir auch an der Startlinie für das berühmte „Iditarod“-Schlittenhunderennen vorbei. Hier steht das Denkmal für einen berühmten Schlittenhund. Danach machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Hier versorgen wir noch unser Foto- und Video-Equipment, packen die Taschen für den Ausflug zum Katmai Nationalpark und sind um 20.30 Uhr schon fest eingeschlafen.




 

 

 

 



Klick für große Bilder:


Chevrolet Equinox


Nebelberg


See bei Portage


Spanisches Fest

 


Schlittenhunddenkmal