Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Abenteuer in Alaska

vom 08. Juli bis 20. Juli 2006

Tag 1 - Samstag 08. Juli 2006

Düsseldorf - Frankfurt - Anchorage

Die Vorbereitungen auf unsere Reise beginnen wie immer sehr relaxt schon Wochen vorher und steigern sich bis zum Tag vor der Abreise ins Chaotische. Aber wir sind ja reise erfahren und so löst sich manch schwierige Situation von ganz alleine. Da wir am Samstag schon kurz vor 8 Uhr von Düsseldorf nach Frankfurt fliegen, können wir den Late-Check-In der Lufthansa nutzen. So werden am Freitag um 18 Uhr die Koffer ins Auto gepackt, vom Süden in den Norden der Stadt transportiert und zum Schalter der Lufthansa gerollt. Da wir Morgen mit Condor von Frankfurt nach Anchorage in der Comfort Class fliegen werden, steuern wir auch hier in Düsseldorf direkt den Business-Class-Schalter an. Die nette Dame am Check-In-Schalter nimmt unsere Koffer entgegen und ich bekomme auf Wunsch einen Fensterplatz auf der rechten Seite der Maschine. Nach knapp 10 Minuten sind die 2 schweren Koffer für den vierwöchigen Aufenthalt auf dem Transportband unterwegs und unser Urlaub hat eigentlich schon am Freitagabend begonnen.
Am Samstag sind wir dank Sohn Martin um 7 Uhr schon am Abflug-Gate des Düsseldorfer Flughafens. Wir kaufen noch ein kleines Wörterbuch – unseres lag natürlich zu Hause – und gönnen uns einen Milchkaffee. Um 7.40 Uhr beginnt das Boarding am Gate A 80 für Flug LH 805. Wir setzen uns auf  unsere Plätze in Reihe 18 Sitz A und B. Da ich schöne Videoaufnahmen machen möchte, hoffe ich, dass die Maschine nach Westen starten wird, da man dann am Terminal vorbeifliegt. Um 8.14 Uhr starten wir auch genau so, nur das Wetter spielt nicht mit. Es regnet leicht und das Flugzeug ist gleich in den tief hängenden Wolken verschwunden und die Sicht gleich Null. Nach ein paar Minuten meldet sich der Kapitän und macht seine Durchsage. Wir werden in 35 Minuten in Frankfurt sein. Nach einer großen Schleife über  Mainhattan landen wir pünktlich und liegen um 9.01 Uhr am Ankunfts-Gate A18. Wir müssen von Flugsteig A nach Flugsteig B den langen, unterirdischen Gang entlang und bereits zum 3. mal ist ein Transportband kaputt. Egal, wir nehmen es als Training für den Urlaub. In der Halle bummeln wir ein bisschen durch die Läden, aber als Nichtraucher gibt es auf der Hinreise nichts zu kaufen, was man nicht unbedingt 4 Wochen mitschleppen möchte. Gegen 10 Uhr sind wir fertig und haben immer noch 1 ½ Stunden Zeit bis zum Boarding am Flugsteig B 24, Flug DE 6066  mit Condor. Wir dürfen in die Lufthansa Lounge und lassen es uns klimatisiert in bequemen Ledersesseln bei angenehmer Lautstärke mit kühlen Getränken gut gehen. Da wir als letzte in die Maschine gehen, können wir es hier oben auch noch etwas länger aushalten.
Um 11.20 Uhr ist die Comfort Class mit dem Boarding dran und wir setzen uns in Reihe 2 auf Platz H + K auf der rechten Seite. Wenn alles gut geht, kann man in Flugrichtung rechts kurz vor der Landung in Anchorage den Mt. McKinley sehen, an dem wir sehr nahe vorbeifliegen werden. Um 12 Uhr ist die Boeing 767 auf der Startbahn und legt mit Vollgas los. Nach dem Start meldet sich der Kapitän und berichtet, dass wir nur 8 Stunden und 50 Minuten fliegen werden, da ganz guter Rückenwind herrscht. Das sind stolze 40 Minuten weniger als im Flugplan, für die wir doch voll bezahlt haben :-). Die Gäste hinten sehen das wohl anders, aber wir alle sollten uns mächtig täuschen. Nach einer guten Stunde Flug bereitet die Kabinencrew das Essen vor und wir studieren die Speisekarte mit einer guten Auswahl. Plötzlich hören wir die Stimme des Kapitäns aus den Bordlautsprechern. Die Maschine hat ein defektes Ventil irgendwo. Es gäbe keinen Grund zur Besorgnis, die Maschine käme noch bis Anchorage, dürfte von da aber nicht mehr ohne Reparatur zurückfliegen. Da die Condor in Anchorage kein Ersatzteil hat und die Maschine direkt mit neuen Passagieren zurückfliegen muss, werden nun 10 Tonnen Kerosin abgelassen und wir werden nach Frankfurt zurückfliegen. Dort soll die Maschine gewechselt werden und es erneut los gehen. Na Mahlzeit, es ist bereits 13.20 Uhr und das Essen wird wieder eingepackt, es gibt nichts. Um 14 Uhr landen wir in Frankfurt und der Kapitän hat im Außengelände eine Parkposition aufgesucht. Aber mit Maschine wechseln ist so schnell nichts. Das Ziel ist ja eine Destination in den USA und da machen die Amerikaner vorher nochmals in der Ersatzmaschine einen Sicherheitscheck. Da könnte ja jemand drin sein, der was Böses im Schilde führt. Also warten, zum Fenster rausgucken und langweilen. Dann geht aber doch alles sehr schnell. Wir dürfen über eine Gangway das defekte Flugzeug verlassen, in einen Bus steigen und werden zu einer anderen Maschine gefahren. Aus dem Bus aussteigen und über eine Gangway in die neue Maschine einsteigen. Um 16 Uhr sitzen wir in der Ersatzmaschine auf unseren gebuchten Plätzen. Nun beginnt alles genau noch einmal von vorn, nur 4 Stunden später.
Um 16.45 gibt es dann endlich die Vorspeise. Gebratenes Kalbsfilet und Thunfischpastrami. Danach Rinderfilet mit Pfefferbutter, Sommergemüse und Sahnekartoffeln. Dazwischen Käsehappen und zum Schluss noch weiße Mousse mit Erdbeerkompott. Für Leute, die hier leicht rot anlaufen wollen möchte ich nur mitteilen, der hohe Preis für diese Klasse ist nur für den breiteren bequemeren Sitz mit der entsprechenden Beinfreiheit, auf die wir angewiesen sind. Das Essen kommt genau so wie in der Economy Class aus einem Dampfwärmer und schmeckt auch entsprechend, hört sich auf der Speisekarte nur besser an.  Gegen 20 Uhr füllen wir das obligatorische Einreiseformular und die Zollerklärung aus. Wir sind jetzt bei 87 ° Grad fast am Nordpol. Zum Abendessen um 22.45 Uhr sehen wir unter uns die Kontinentalplatte von Nord-Alaska.  Für unser Empfinden müsste jetzt tiefste Nacht sein, aber es ist heller Tag draußen und die Sonne scheint. Um Null Uhr MEZ stelle ich meine Uhr auf Anchoragezeit um: es ist jetzt 14 Uhr Ortszeit und wir nähern uns dem Ziel. Leider sehen wir vom Mt. McKinley nur den Gipfel aus den Wolken ragen. Vor 2 Jahren war das ganze Massiv frei und auch alle Gletscher zu sehen. Sehr Schade. Nun ist es nicht mehr lang und um 14.40 Uhr setzt die Boeing auf der Landebahn in Anchorage auf. 15 Minuten später stehen wir als erste an einem der  Schalter der Einwanderungs-Behörde und hinterlassen unseren Fingerabdruck und unser Foto. Weiter zum Gepäckband und zum Zoll. Hier werden wir so durchgewinkt. Um 15.30 stehen wir schon mit unseren Koffern vor dem Gebäude des internationalen Flugsteiges. Wir entern sofort einen Shuttlebus zum nationalen Teil des Flughafens, da es hier die Leihwagen gibt. Das kennen wir auch noch von vor 2 Jahren und dadurch haben wir auch einen kleinen Vorsprung vor den Mitreisenden. Als ich mich am Schalter von Alamo kurz umschaue, bekomme ich einen gewaltigen Schreck. Fast die halbe Maschine steht hinter uns und will ein Leihfahrzeug. Da so ein Leihvorgang nun mal zwischen 10 und 15 Minuten dauert, kann man sich gut vorstellen, wann die beiden Figuren an dem Schalter den letzten Wagen heraus gegeben haben. Echt Glück gehabt.
Wir gehen in das Parkhaus und suchen unseren Leihwagen. Der Trick mit der Fernbedienung klappt auch hier und das Auto meldet sich mit einem kurzen Hupen und den Blinkern. Es ist ein fast neuer roter Chevrolet Equinox 4 WD, der gerade erst 4000 Meilen auf dem Tacho hat. Wir beladen den Wagen mit unserem Gepäck und ein erster Teil der Anspannung fällt schon ab, aber es ist noch heller Tag und hier oben in Alaska sind die Tage mitten im Sommer auch ganz schön lang. Also, müde werden ist nicht. Einsteigen und ab zum Hotel. Da Anchorage sehr übersichtlich, also keine Großstadt, ist, sind wir in 15 Minuten am Hotel nahe Downtown. Jetzt kommen uns die 4 Stunden Verspätung zu Gute. Mittags bekommt man hier noch keine Zimmer und muss noch rumgammeln. Um 16.50 checken wir im Extended Stay DeLuxe Downtown ein. Vor 2 Jahren gehörte dieses Hotel noch zur Aspen Hotelkette. Wir bekommen Zimmer 228. Das ist die ruhige Seite zum Parkplatz heraus, nicht zur Straßenseite. Puh, wieder Glück gehabt.  Im Foyer gibt es kostenfrei Erfrischungen und Kaffee und einen Internet-Rechner. Also gleich die gute Ankunft gemailt, obwohl um 4.45 Uhr sitzt keiner  in Deutschland am Computer und lauert auf eine Mail, schon gar nicht am heiligen Sonntagmorgen. Die Telefonkarte ist nach 2 Jahren auch gesperrt worden und muss erneut aufgeladen werden. Ich spendiere ihr 30 US $ über die Kreditkarte und die Dame im Call-Center in Australien hört sich auch nicht müde an. Was für eine Globalisierung. Diese Telefonkarte ist schon ein Segen. Man kann für ein Ortsgespräch – Local Call – das in den meisten Hotels im Zimmer kostenlos geführt werden kann, nach Deutschland telefonieren. Es müssen zwar eine Menge Zahlen eingegeben werden, aber man hat durch die Ansagen auch in deutscher Sprache die volle Kostenkontrolle. An der Rezeption haben wir dann auch noch die hinterlegten Flugkarten und Papiere für den Katmai Nationalpark übermorgen erhalten. Es klappt also alles. Toll, der Urlaub kann beginnen. Mit 2 Bechern Kaffee gedopt machen wir uns noch auf in die Innenstadt von Anchorage. Jetzt ist es gefühlt ja schon wieder Frühstückszeit, also Zeit zum Abendessen. Es darf etwas Vernünftiges sein, nicht so etwas wie im Flugzeug. Wir bummeln um 19 Uhr noch durch die 5th Avenue Mall und lassen uns dann in einem Restaurant an der 5th Avenue nieder. Für 2 Alaskan Amber Biere und ein Körbchen Shrimps und ein Körbchen Heilbutt dürfen wir mit Tip (Trinkgeld)und Tax (Steuer) insgesamt 45 US $ hier lassen. Alaska hat uns wieder. Da hier alles, aber auch wirklich alles, eingeflogen wird, sind alle Waren und vor allem die Lebensmittel sündhaft teuer. Also, Traveller Scheck gezückt und durch. Um 20.30 Uhr sind wir wieder im Hotel und die erste Nacht in Alaska beginnt.

nächster Tag

 

 

 

 



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Lufthansa Lounge


Boing 767


Mount McKinley


Flughafen Anchorage

 


Hotel in Anchorage