Anjas und Winfrieds Reiseseite
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Alaska und das Yukon Territory

vom 10. Juli bis 01. August 2004

Samstag 31. Juli 2004 - Sonntag 01. August 2004

Anchorage - Frankfurt - Düsseldorf

Um 7 Uhr rappelt wieder der Wecker. Ich bin leicht sauer, weil sich nachts, es ist die dritte Nacht hintereinander in diesem Hotel, immer wieder die Klimaanlage mit Getöse eingeschaltet hat, obwohl sie komplett aus war. Nach der Morgentoilette mit hoteleigenen Waschmitteln so gegen 7.45 Uhr gehen wir zum Frühstück und haben Glück, eine Lücke zu erwischen. Es sind zwar keine Japaner mehr im Hotel, aber dafür eben viele neue Gäste. Wir erwischen einen Tisch und kämpfen uns durch das Selbstbedienungsbuffet. Wir lassen uns Zeit, denn der Flieger zurück nach Deutschland geht erst am frühen Nachmittag.
Wir beenden erst um 8.45 Uhr unser Frühstück und gehen hoch aufs Zimmer. Nachdem wir die Koffer noch einmal kontrolliert haben, schleppe ich sie den langen Flur entlang zum Fahrstuhl. Mit weiser Voraussicht habe ich gestern das Auto direkt neben dem Hinterausgang geparkt. Somit ist der Weg zum Auto nicht zu weit. Nachdem das letzte Gepäckstück im Auto verstaut ist, kontrollieren wir noch ein letztes Mal unser Zimmer und checken an der Rezeption aus. Dank der Voucher ist das auch problemlos, wir haben ja sonst keine weiteren Einrichtungen im Hotel benutzt. Wehmütig schauen wir uns noch einmal um. Es hat uns hier in Alaska und auch in diesem Hotel sehr gut gefallen (bis auf die Klimaanlage letzte Nacht).
Wir sitzen jetzt um 9.30 Uhr im roten Chevy und steuern den Flughafen an. Hier sind wir 20 Minuten später bereits am Schalter der Leihwagenfirma Alamo. Wir laden unser Gepäck aus und ziehen es zur Haltestelle des Shuttlebusses. Anja wartet mit unseren Koffern,  ich nehme die Papiere des Leihwagens und gehe die wenigen Schritte zum Rückgabeschalter. Hier reklamiere ich den Fahrersitz bei einem der Angestellten. Der ist ja immer in der vorderen Rastung für Anjas Sitzposition beim Gasgeben nach hinten gerutscht und Anja konnte dann nicht mehr fahren, weil ihre Beine in der hinteren Stellung zu kurz sind, um noch an die Pedale für Gas oder Bremse heranzukommen. Das war in den ersten Tagen schon ab und zu gefährlich, weil beim Gasgeben der Sitz nach hinten rutschte und ein weiteres Beschleunigen nicht möglich war. Da ich immer in der hintersten Sitzstellung gesessen bin, habe ich den Rest der großen Rundfahrt gefahren. Da wir aber über 100 US$ für einen zweiten Fahrer an Versicherung gezahlt hatten, reklamiere ich diesen Mangel jetzt. Der Mann kommt kurz mit raus, bewegt den Sitz ohne den Verstellhebel zu betätigen nach hinten und nickt dann in meine Richtung. Er macht einen Vermerk auf mein Exemplar des Verleihformulars und wir bekommen tatsächlich die 100 US$ für den zweiten Fahrer nach vier Wochen in Deutschland erstattet. Damit hätten wir im Leben nicht gerechnet.
Um 10.20 Uhr bin ich zurück an der Haltestelle und dort steht bereits der Shuttlebus. Ich wuchte die Koffer hinein in die Kofferbox und fast sofort fährt der Bus ab. Wir müssen diesen Bus benutzen, weil es die Leihwagen nur am Südterminal für die Inlandsflüge gibt. Wir fliegen aber vom alten Nordterminal ab und der bedient nur internationale Flüge. An den Schaltern im Terminalgebäude stehen bereits hunderte Menschen mit ihren Angelausrüstungen und Frischhalteboxen und dick verschnürten Paketen. Wir kommen uns dagegen mit unseren zwei Koffern etwas mickrig und verloren vor. Ich sehe einen Flughafenangestellten und frage ihn nach dem Counter für die Business Class. Die Menschen im Servicebereich sind in den USA generell sehr freundlich und er geht mit uns sogar die wenigen Schritte. Hier an diesem Schalter haben wir in nur 5 Minuten eingecheckt und sind jetzt um 11 Uhr bereits unsere Koffer los. Wir treiben uns noch 30 Minuten in der Haupthalle des Internationalen Teils des Flughafens herum. Ich kann in aller Ruhe die Aufnahmen mit der Videokamera machen, die mir in der Hektik bei der Ankunft nicht gelungen sind. Für meinen Videofilm über diese Reise sind diese Aufnahmen nach der Ankunft schon wichtig, auch wenn man sie erst bei der Abreise macht. Merkt ja keiner.
Um 11.30 Uhr öffnet der Schalter für die Sicherheitskontrolle. Wir stellen uns an und müssen neben den Gürteln auch unsere Schuhe ausziehen. Diese werden sogar durchleuchtet. Nun, wenn es der Sicherheit dient und den Angestellten der Geruch egal ist? Nach 20 Minuten sind wir durch und entdecken im Abflugbereich einen kleinen Imbiss. Anja hat ein wenig Appetit und holt sich einen Rentier Hotdog mit einem Saft für 3,29 US$ incl. Tax (Steuern). Durch den Geruch hungrig hole ich mir auch einen normalen heißen Hund mit Saft für nur 3,09 US$. Danach sitzen wir noch fast eineinhalb Stunden herum und warten.
Um 12.15 Uhr kommt die Maschine von Condor und entlässt die glücklichen Passagiere, die jetzt ihren Urlaub in Alaska antreten dürfen. Wir dagegen müssen jetzt noch fast eine Stunde warten, bis wir an Bord dürfen. Klar, der Flieger muss erst gesäubert, getankt und mit neuen Lebensmitteln versorgt werden. Aber um 13.30 Uhr ist es endlich so weit. Das Boarding beginnt. Unsere Reihe wird wieder als letzte Reihe aufgerufen, weil wir ganz vorn einsteigen müssen (dürfen). Bald sitzen wir wieder in Reihe 2 Plätze H + K wie auf dem Herflug und warten auf den Start. Aber der verzögert sich. Plötzlich ertönt die Stimme des Kapitäns aus dem Lautsprecher und sie klingt recht fröhlich. Er vermeldet 4 Tonnen Übergewicht im Gepäck und beglückwünscht die Petrijünger zu ihren reichhaltigen Fängen. Leider muss er Nachtanken und einen neuen Flugplan einreichen.
Genau um 14.25 Uhr legt die Boeing ab und rollt zur Startbahn. Gegen 14.35 Uhr beschleunigt der Flieger und hebt ab. Damit verlassen wir den Boden von Alaska, versprechen aber ganz fest, diesen schönen Flecken Erde noch einmal zu besuchen. Es war ein ganz toller Urlaub.
Der Start verläuft reibungslos und wir sehen auf der rechten Seite die Stadt Anchorage langsam kleiner werden. Es ist schönes Wetter und diesmal haben die Passagiere auf der linken Seite das große Glück, den Mount McKinley in voller Pracht sehen zu dürfen. Nach einer Stunde Flugzeit, um 15.30 Uhr, gibt es das Mittagessen. Ich bin froh, im Flughafen den Hotdog gegessen zu haben, denn ich habe erstaunlicherweise bereits wieder etwas Hunger. Als Vorspeise gibt es Shrimps und Thunfisch, als Hauptspeise bekommen wir beide die letzten Portionen der argentinischen Steaks. Die Flugbegleiterin hatte mit der Bestellung und dem Servieren auf der linken Seite begonnen und nach der mittleren Reihe blieb eben für die rechte Reihe kaum etwas übrig. Das ist schon etwas verwunderlich, aber wenn alle Fleisch haben wollen, reicht es wohl nicht für alle. Ein Apfelstrudel beendet als Nachspeise das Mittagessen. Danach gibt es Filme wie Peter Pan und noch einen Film mit dicken Frauen. Das habe ich aber nicht mehr mitbekommen. Ich habe mich in meine Decke eingerollt, den schönen breiten Sitz der Business Class heruntergedrückt und wunderbar mit der Augenklappe geschlafen.
Um 21.33 Uhr Alaskazeit sind wir bereits über Irland. Ich komme so langsam zu mir und werde von Anja glühend beneidet. Sie hat wieder einmal nur stückweise kurz geschlafen. Im Flieger klappt das bei ihr eben nicht so gut. Um genau 22 Uhr stelle ich meine Uhr auf Europazeit 8 Uhr früh um. Das sind genau 10 Stunden Zeitverschiebung nach vorn und die werden uns in den nächsten zwei Wochen noch viele fast schlaflose Nächte und müde Tage bescheren. Der Jetlag ist da gnadenlos. Pünktlich zu meiner Zeitumstellung servieren die Flugbegleiterinnen das Frühstück. Es gibt Omelett und Brötchen mit Marmelade. Um 9.05 Uhr sind wir über Rotterdam und 10 Minuten später kann ich aus meinem Fenster Düsseldorf von oben filmen – gleichzeitig mit der Ansage des Kapitäns, dass wir jetzt auf der rechten Seite Düsseldorf überfliegen. Natürlich wird das auch in meinen Film gezeigt werden.
Um genau 09.40 Uhr setzt die Boeing in Frankfurt auf Bahn 25 R auf und wir haben wieder deutschen Boden unter uns. Noch ein fünf Minuten dauerndes Rollen zum Gate B 43 und wir dürfen erneut als Erste aussteigen. Es dauert aber wieder über 20 Minuten bis wir das Kofferband 15 erreichen. Weitere 15 Minuten warten wir auf unser Gepäck, das wir erst um 10.30 Uhr endlich ins Auto laden können. Die Rückfahrt nach Düsseldorf über die A 3 dauet dann noch einmal fast 2 Stunden.
Genau um 12.20 Uhr sind wir zu Hause und die sehr schöne Reise nach Alaska und in das kanadische Yukon Territorium ist leider schon zu Ende.

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Klick für große Bilder:


Abflughalle Anchorage


Ausgestopfter Eisbär


Schalter Thomas Cook


Abflugtafel im Terminal

 

 


Am Gate

 

 


Start in Anchorage

 

 


Alaska Range

 

 

Mittagessen

 

 

Langer Flug

 

 

Mitternachtssonne

 

 

Gepäckband